DAX fester erwartet: Siemens, Rheinmetall, Deutsche Telekom, Merck und Commerzbank im Fokus

DAX fester erwartet: Siemens, Rheinmetall, Deutsche Telekom, Merck und Commerzbank im Fokus
Foto: Stonel/Shutterstock
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Thorsten Küfner Heute, 07:35 Thorsten Küfner
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Und es geht weiter... Der DAX dürfte am Donnerstag etwas höher starten und in der Nähe seiner jüngsten Rekorde bleiben. Gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start taxierte der Broker IG den deutschen Leitindex mit plus 0,34 Prozent auf 26.216 Punkte. Am Vortag war er erstmals über 26.400 Punkte gestiegen, ehe ihm die Luft ausging.

"Wir sehen die ersten Gewinnmitnahmen", schrieb dazu der Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Nach dieser beeindruckenden Rally sei das absolut normal. Ein Durchatmen sei gesund für die so hoch gelaufenen Indizes.

Anleger hoffen weiterhin auf eine Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meerenge von Hormus. Die daran grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.

Für etwas Entspannung sorgen die Ölpreise, die zunächst nicht weiter gestiegen sind. Andererseits stehen Techwerte wieder unter Druck nach einigen enttäuschenden Geschäftszahlen aus dem Chipsektor der USA. Die asiatischen Börsen meldeten Verluste. Hierzulande dürfte die Berichtssaison erneut Akzente setzen. Allein aus dem Dax stehen acht Unternehmen mit Quartalszahlen im Fokus.

DAX (WKN: 846900)

Ein besonderes Augenmerk dürften die Marktteilnehmer heute auf die Firmen legen, die heute ihre Zahlen vorlegen werden, so wie etwa die Deutsche Telekom. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter profitiert und den Barmittel-Ausblick für das Gesamtjahr leicht angehoben. Konzern-Chef Tim Höttges erwartet hier nun einen freien Mittelzufluss von rund 20 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Prognose für diesen Wert bei mehr als 19,8 Milliarden Euro gelegen. 

Siemens hat im dritten Quartal weiter Fahrt aufgenommen und im Neugeschäft und beim operativen Ergebnis Rekordwerte erzielt. Der DAX-Konzern kann dabei auf ein robustes Geschäft in seinen beiden digitalen Kernsparten blicken. So profitiert Siemens von einer hohen Nachfrage im Zusammenhang mit dem massiven Ausbau von KI-Rechenzentren sowie bei der Sparte Digital Industrie, die die Industrieautomatisierung sowie das Software-Geschäft enthält.

Indes hat Rheinmetall die Gesamtjahresprognose beim Umsatz etwas verringert. So rechnet der Konzern nun nur noch mit einer Spanne von 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro. Zuvor lag der Zielbereich noch bei 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro. Die operative Marge soll indes weiterhin 19,0 Prozent betragen.

Die Commerzbank hat im zweiten Quartal fast doppelt so viel verdient wie ein Jahr zuvor und sucht auf dieser Basis nun das Gespräch mit ihrer Großaktionärin Unicredit . Der Überschuss im Zeitraum April bis Juni legte auf 898 Millionen Euro zu. Das war noch mehr als von Analysten erwartet. Ein Jahr zuvor hatten Kosten für den Abbau Tausender Jobs den Gewinn auf 462 Millionen gedrückt. 

Merck KGaA hebt indes nach einem unerwartet starken Q2 seine Jahresziele erneut an. CEO Kai Beckmann erwartet für 2026 nun einen Umsatz von 21,0 bis 21,8 Milliarden Euro, nachdem die Prognose im Mai bereits auf 20,4 bis 21,4 Milliarden Euro erhöht worden war. Grund seien die Erholung der Laborsparte rund um die Arzneimittelherstellung, starke Verkäufe von KI-Halbleitermaterialien, nachlassender Währungsgegenwind sowie geringere Zollrückerstattungen an Kunden.

Commerzbank (WKN: CBK100)

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

Enthält Material von dpa-AFX

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