Anleger-Lieblinge im Check - was taugen sie?
16.03.2020 Leon Müller

DAX auf Crash-Kurs: 8 Prozent Minus – Lufthansa, Daimler günstig wie seit einem Jahrzehnt – TUI im freien Fall

-%
DAX

Der DAX bricht ein, lotet fortlaufend neue Tiefstände aus. Inzwischen notiert das deutsche Börsenbarometer auf dem tiefsten Stand seit September 2013. Einzelne Aktien sind so billig zu haben wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Anleger scheinen inzwischen erste Schieflagen einzupreisen. Allen voran Aktien aus dem Touristik- und Automobilsektor finden keine Käufer mehr.

Die Lage an den Börsen spitzt sich weiter zu. Offenbar preisen erste Marktteilnehmer ernste Schieflagen bei einzelnen Unternehmen ein. Erst in der Nacht von Sonntag auf Montag hatte der Reise- und Touristikkonzern TUI seine Gewinnprognose für das laufende Jahr einkassiert und mitgeteilt, den "größten Teil der operativen Geschäftstätigkeit eingestellt" zu haben. Die Aktie bricht im frühen Montagshandel um über ein Drittel ein, nachdem sie sich zuvor bereits geviertelt hatte. Auch bei der Deutschen Lufthansa rechnen immer mehr Marktteilnehmer mit ernsthaften Schwierigkeiten. Die Aktie fällt auf dene tiefsten Stand seit 2012.

Der DAX notiert an diesem Montag mit einem Abschlag von annähernd 40 Prozent zum Allzeithoch am 19. Februar (auf Schlusskursbasis). Der schnellste Kurssturz der Geschichte schlägt immer mehr Anleger in die Flucht.

DAX (WKN: 846900)

Nach dem "Schwarzen Donnerstag" vergangene Woche, als der DAX über 12 Prozent verlor, bahnt sich nun ein "Schwarzer Montag" an. Marktteilnehmer reagieren mit Verunsicherung auf die außerordentliche Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve am Vorabend.

Automobilaktien im Ausverkauf

Hart trifft die Entwicklung auch die im DAX vertretenen Automobilwerte. Volkswagen fallen unter die Marke von 100 Euro. Sie notieren damit auf dem tiefsten Stand seit 2016. Daimler sind so günstig zu haben wie zuletzt 2009 und damit vor über einem Jahrzehnt. BMW fallen auf ein Tief seit 2010.

Daimler (WKN: 710000)