Der DAX hat nach drei Tagen am Donnerstag seine Verlustserie beendet. Der deutsche Leitindex beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 26.007,57 Punkten. Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,9 Prozent auf 32.257,09 Punkte hoch. Rückenwind kam nicht zuletzt von den Anleihemärkten.
Die Ölpreise haben am Donnerstag eine Pause eingelegt. Dafür sorgte unter anderem US-Präsident Donald Trump, der von nur kurzen Attacken auf den Iran gesprochen hat. Das nährt die Hoffnung darauf, dass die Lage im Iran nicht weiter eskaliert. Nicht nur Öl, sondern auch die Anleihemärkte gönnten sich eine Pause.
Aktien nahmen daraufhin wieder Fahrt auf. Nachdem die US-Börsen bereits gestern ihre dreitägige Verlustserie beendet hatten, ist das heute auch dem DAX gelungen. Kurz vor Handelsende schaffte er auch noch den Sprung über die Marke von 26.000 Punkten. Das Rekordhoch von 26.618 Punkten ist aber weiter noch ein gutes Stück entfernt.
Besonders im Fokus stand Volkswagen. Die Aktie des kriselnden Autobauers war mit einem Plus von 3,x Prozent der größte Tagesgewinner im DAX. Auslöser ist ein Bericht der Wirtschaftswoche. Demnach könnte sich der Autobauer von verschiedenen Beteiligungen an Unternehmen trennen. Unter anderem steht eine Reduzierung des Anteils an der Nutzfahrzeugtochter Traton von 87 auf 75 Prozent im Raum.
Die Aktien der Deutschen Telekom legten um 1,1 Prozent zu. Der aktivistische US-Investor Elliott soll einen beträchtlichen Anteil an dem Bonner Konzern aufgebaut und angedeutet haben, dass dieser seine Pläne für eine Fusion mit der US-Mobilfunktochter T-Mobile US aufgeben sollte. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Vorabend unter Berufung auf informierte Kreise.
Stattdessen solle die Telekom andere Maßnahmen ergreifen, um den Unternehmenswert für die Aktionäre zu steigern – etwa durch eine deutliche Ausweitung der Aktienrückkäufe. Die Beteiligten wollten sich zu den Vorgängen nicht äußern.
Die Aktien der Softwareunternehmen SAP und Teamviewer gewannen jeweils 2,3 Prozent. Rückenwind verliehen euphorisch aufgenommene Umsatzprognosen des US-Cloudsoftwareanbieters Snowflake.
Die rote Laterne im DAX ging heute mit einem Minus von 2,0 Prozent an Rheinmetall. Die Rüstungsaktie setzte damit ihren jüngsten Abwärtstrend fort.
Im MDAX thronte Auto1 an der Spitze. Die Aktie des Online-Autohändlers legte nach positiven Analystenkommentaren um 4,9 Prozent zu. Am anderen Ende der Mittelwerte stand Singulus mit einem Tagesminus von 3,3 Prozent.
Einen Kurssprung von 6,5 Prozent legte im SDAX die Aktie von GFT Technologies hin. Bei dem IT-Dienstleister und Softwareentwickler dürfte der jüngste Deal mit der Deutschen Bank nachgewirkt haben.
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