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Data-Center-Kraftprotz im Fokus: Die Bullen scharren schon mit den Hufen

Data-Center-Kraftprotz im Fokus: Die Bullen scharren schon mit den Hufen
Foto: Sittipong Phokawattana/Shutterstock
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Michael Schröder 03.09.2026, 10:10 Michael Schröder
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Strom wird zum zentralen Energieträger der digitalen, elektrifizierten und dekarbonisierten Wirtschaft. Vor allem der KI-Boom erzeugt einen gewaltigen Energiehunger. 2G Energy hat die passenden Lösungen, um ihn effektiv zu stillen. Erste Millionenaufträge wurden bereits unterzeichnet. Die Aussichten sind vielversprechend.

Mit der Kombination aus KWK-Anlagen, Großwärmepumpen und Spitzenlastaggregaten setzt 2G Energy als Systemanbieter für dezentrale Energielösungen seine Kunden ordentlich unter Strom. Die größte Marktchance ergibt sich derzeit jedoch aus der dynamischen Entwicklung bei Rechenzentren. Die Tür zum Data-Center-Markt steht für das Unternehmen weit offen. Das Potenzial ist enorm, vor allem in den USA. Der Geschäftsbereich dürfte daher künftig eine dominierende Rolle einnehmen und in den kommenden Jahren für deutliches Wachstum sorgen. Mehr dazu hier.

Chancen bieten sich aber auch bei den in den Medien weiterhin viel diskutierten Gasreservekraftwerken. Im Laufe des Jahres soll es – Stand heute – noch zwei Ausschreibungen mit jeweils 4,5 Gigawatt geben, die auf Gaskraftwerke zugeschnitten sind. Daran dürfte auch 2G Energy teilnehmen. Das Unternehmen arbeitet bereits an Engineering-Aufträgen für Reservekraftwerke, die auf Erdgas ausgelegt sind, künftig aber auf Wasserstoffbetrieb umgerüstet werden können müssen.

Apropos: Im Bereich Wasserstoff ist 2G Energy bereits seit Anfang 2020 mit serienreifen KWK-Anlagen am Markt, die Strom und Wärme erzeugen. Das zeigt, dass 2G Energy stets am Puls der Zeit agiert und gute Chancen auf weitere Aufträge hat.

Zumal sich auch die übrigen adressierten Märkte überaus positiv entwickeln. Die staatlich geförderte Flexibilisierung der Stromproduktion aus Biogasanlagen hat bereits zu einer deutlichen Belebung der Nachfrage geführt. Chancen ergeben sich auch bei Großwärmepumpen und im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Energieinfrastruktur in der Ukraine. Mehr dazu gibt es hier.

Die Aufzählung der potenziellen Wachstumstreiber zeigt: Hier wächst etwas Großes heran. „Ohne unsere Zuversicht hinsichtlich der zukünftigen Geschäftsentwicklung zu überdehnen, lässt sich die Perspektive für 2G wie folgt auf den Punkt bringen: Wir gehen davon aus, dass sich unsere Kräfte eher multiplizieren, statt sich nur zu addieren, und dass sich die Wirkung potenzieren wird“, äußerte sich Vorstand Pablo Hofelich bereits im Juli veröffentlichten Geschäftsbericht 2025 entsprechend zuversichtlich. Finanzvorstand Friedrich Pehle formulierte es in den jüngsten Präsentationen und Gesprächen noch knapper: „2G ist ready for take-off.“

Abgehoben ist die Aktie bereits im April. Anschließend hat sich der Börsenwert innerhalb von acht Wochen mehr als verdoppelt. Seit Juli befindet sich der Titel im wohlverdienten Korrekturmodus.

2G Energy (WKN: A0HL8N)

Ein Blick auf den Chart zeigt: Hier steht eine Entscheidung an. Mit dem Bruch des Abwärtstrends würde der Startschuss für eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends fallen. Wird dagegen die horizontale Unterstützung bei 54 Euro nachhaltig unterschritten, droht eine Ausdehnung der Korrektur.

Die operative Entwicklung spricht für eine Fortsetzung des Trends. Am Jahresende könnte ein Auftragseingang von 725 Millionen Euro zu Buche stehen. Für 2027 peilt Finanzvorstand Friedrich Pehle daher bei einem Umsatzanstieg auf 570 bis 620 Millionen Euro (2026e: 490 Millionen Euro) eine operative Marge von mehr als elf Prozent (2026e: 10,0 Prozent) an. Dieser Trend dürfte sich auch in den folgenden Jahren fortsetzen. Dank Skaleneffekten und einer standardisierten Produktion rechnen Analysten mit einem kontinuierlichen Anstieg der EBIT-Marge auf rund 13,5 Prozent bis 2029.

Mit Blick auf die prall gefüllten Orderbücher kann man durchaus von guten Aussichten für 2G Energy sprechen, zumal ein Ende der Auftragsflut nicht absehbar ist. Zeichnet sich ab, dass das Unternehmen diese Aufträge sukzessive in Umsätze wandeln und entsprechend monetarisieren kann, dürfte die vor diesem Hintergrund mit einem KGV von 20 nicht hoch bewertete Aktie neue Höchstkurse ansteuern. Mit dem Ende der jüngsten Konsolidierungsphase dürfte der Startschuss schon bald fallen. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot weiterhin auf dieses Szenario.

Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von 2G Energy befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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