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16.03.2020 Marion Schlegel

Corona-Impfstoff-Krieg: Nach Absage von CureVac – schlägt Trump jetzt hier zu?

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Zwischen Deutschland und den USA gibt es einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge Auseinandersetzungen um das Tübinger nicht börsennotierte Unternehmen CureVac, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeite. US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Für Trump wäre der Impfstoff ein Wundermittel, mit dem er in seinem Wahlkampf ordentlich punkten könnte.

Der Vorstoß Trumps prallt aber am Widerstand des Großinvestors ab: Dietmar Hopp. Dieser hat sich klar gegen einen Verkauf der Firma und deren Forschugsergebnisse nach Amerika ausgesprochen. Ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff kommt für das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac nach einem Bericht der Zeitung "Mannheimer Morgen" (Montag) nicht in Frage. "Wir wollen einen Impfstoff für die ganze Welt entwickeln und nicht für einzelne Staaten", sagte der Geschäftsführer und Mitbegründer des Hauptinvestors dievini Hopp BioTech Holding, Christof Hettich, der Zeitung.

Der SAP-Mitbegründer und Mäzen Dietmar Hopp und der Unternehmer Friedrich von Bohlen gehören demnach ebenfalls zu den Gründern und Geschäftsführern. Seit Januar forscht das Pharmaunternehmen CureVac an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Zudem halte Hopp entschlossen an dem Unternehmen, den Mitarbeitern und auch dem Hauptstandort in Tübingen fest, sagte Hettich weiter. Über seine dievini Hopp BioTech Holding hält Hopp 80 Prozent der Anteile an CureVac.

Es sieht danach aus, dass dank Hopp Curevac nicht an die Amerikaner geht. Es gibt jedoch ein weiteres Biotech-Unternehmen, das ebenfalls bereits in einer fortgeschrittenen Phase an einem Impfstoff forscht und den gleichen Ansatz wie CureVac anwendet. Sehr gut möglich, dass Trump nun versucht, hier zuzuschlagen. 

Die Aktie reagiert am heutigen Montag bereits mit einem ordentlichen Kurssprung von mehr als 17 Prozent. Sollte Trump hier tatsächlich aktiv werden, dürfte dies aber erst der Anfang gewesen sein. Um welchen Wert es sich dabei handelt, erkärt DER AKTIONÄR in seinem neuesten Aktienreport „Die Mega‑Hoffnung im Kampf gegen Corona: Sichern Sie sich jetzt diese Aktie und die Chance auf 100 Prozent und mehr“, den Sie hier herunterladen können.

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(Mit Material von dpa-AFX)