10.02.2015 Andreas Deutsch

Commerzbank: Nervosität vor den Zahlen - hält die 11-Euro-Marke?

-%
DAX

Die unklare Lage in Griechenland hat die Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt erst einmal beendet. Viele Anleger machten nach dem guten Lauf in den vergangenen Wochen am Montag Kasse. Zu den Verlierern gehört auch die Commerzbank. Hier gab es einen negativen Analystenkommentar.

Stefan Bongardt, Analyst bei Independent Research, hat das Kursziel für die Commerzbank-Aktie von 13,50 auf 12,50 Euro gesenkt, die Einstufung auf „Halten“ belassen. Das Vorsteuerergebnis sollte wegen einer geringeren Risikovorsorge im Schlussquartal 2014 deutlich gestiegen sein, schreibt Bongardt in seiner Studie vom Montag. Trotz großer operativer Fortschritte bleibe die Eigenkapitalrendite aber wohl auf einem sehr niedrigen Niveau. Daher bestehe trotz der günstigen Bewertung kein deutliches Aufwärtspotenzial für die Aktie.

Gewinn steigt

Auf ihrem steinigen Weg in profitablere Zeiten ist die Commerzbank nach Einschätzung der Analysten 2014 ein gutes Stück vorangekommen. Für das Gesamtjahr erwarten die Experten einen Überschuss von 578 Millionen Euro. Der operative Gewinn dürfte um 40 Prozent auf gut eine Milliarde Euro gestiegen sein. Die Commerzbank legt am Donnerstag ihre Zahlen vor.

Aktie hat noch Luft

Nach einem Minus von einem Prozent am Montag rutscht die Commerzbank-Aktie auch am Dienstagmorgen ab, allerdings nur leicht. DER AKTIONÄR erwartet, dass die Commerzbank am Donnerstag besser als erwartete Zahlen vorlegen wird. Der faire Wert liegt bei 14 Euro. Der Stopp sollte bei 9,80 Euro platziert werden.

(Mit Material von dpaAFX)

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0