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Commerzbank, Deutsche Bank und Co: EZB schlägt Alarm

Commerzbank, Deutsche Bank und Co: EZB schlägt Alarm
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Michael Herrmann 13.02.2024, 11:20 Michael Herrmann

EZB-Chefaufseherin Claudia Buch hat sich die europäischen Banken zur Brust genommen. Europas oberste Bankenhüterin mahnt in einer aktuellen Rede die Finanzhäuser zu mehr Wachsamkeit. Der Erfolg des gesamten Geschäftsmodells Bank sei in Gefahr. Gilt das auch für die Commerzbank und die Deutsche Bank?

Als Vorsitzende der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank ist es Claudia Buch gewohnt, den Banken auf die Finger zu schauen. Dass sie nun dermaßen Alarm schlägt, lässt aufhorchen. Buch warnt davor, dass die Geschäftsmodelle der Banken in Gefahr sind.

Die EZB-Chefaufseherin verweist auf einen Mix mehrerer Risikofaktoren. „Der Strukturwandel in der Realwirtschaft, neu auftretende Risiken, die Digitalisierung und der verstärkte Wettbewerb können die Geschäftsmodelle der Banken in Frage stellen“, so Claudia Buch.

Europas Banken seien heute zwar „besser kapitalisiert und widerstandsfähiger als zu Beginn der Bankenunion vor zehn Jahren“. Allerdings kommen auch immer mehr faule Kredite auf den Markt. Es gebe „bereits deutliche Anzeichen dafür, dass sich die Qualität der Vermögenswerte bedeutender Institute zu verschlechtern beginnt“ und daher keinen Grund zur Selbstzufriedenheit.

Immerhin hätten die Institute in letzter Zeit von den gestiegenen Zinsen profitiert und höhere Gewinn erzielt. Das erleichtere den Banken, ihre Widerstandsfähigkeit durch den Aufbau von Kapitalpuffern und stabile IT-Infrastrukturen zu erhöhen.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

In der Tat gibt es für Banken keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. Welche Folgen falsche Entscheidungen haben können, zeigt hierzulande aktuell nicht zuletzt die Deutsche Pfandbriefbank. Bei der Commerzbank und der Deutschen Bank ist Alarmismus dagegen nicht angesagt. Beide Häuser sind solide aufgestellt. Ihre Anleger sollten sich daher von den Aussagen der EZB-Chefaufseherin nicht verunsichern lassen.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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