Antizyklisch investieren – mit diesen Top-Aktien
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08.02.2016 Michael Schröder

Comeback oder Crash: Darauf kommt es bei DAX und Co in dieser Woche an!

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DAX

Der DAX ist zwar charttechnisch angeschlagen, dürfte am Montag nach dem deutlichen Kursrutsch in der vergangenen Woche jedoch zunächst einen Stabilisierungsversuch starten. Schwache Vorgaben aus Amerika stehen einer festern Börse in Tokio gegenüber. Wegen der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahresfest sind die Börsen dort geschlossen. Die Volatilität dürfte in jedem Fall weiter hoch bleiben.

Auf dem chinesischen Festland wird in dieser Woche wegen der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahresfest nicht gehandelt. Die Börsen in Shanghai und Shenzen bleiben die gesamte Woche geschlossen bleiben. In Hongkong öffnen die Märkte erst am Donnerstag. Vor diesem Hintergrund hält Commerzbank-Stratege Chris-Oliver Schickentanz eine Marktberuhigung für möglich. Im Fokus sieht Jefferies-Stratege Sean Darby weiter den chinesischen Yuan. Mit einer einmaligen deutlichen Bewegung der Währung nach unten könnte am Markt ein stabiles Niveau gefunden werden. Gleichzeitig könnten die Diskussionen über eine weitere Abwertung und die Geldabflüsse beseitigt werden, hieß es.

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Zuletzt bereitete aber nicht China den Investoren rund um den Globus Kopfschmerzen, sondern die Angst vor einem Abrutschen der US-Wirtschaft in die Rezession. Moderate Töne in den Reden von US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Banken- und dem Finanzausschuss könnten die Stimmung aber wieder anheben. Für Schickentanz zeigt sich die aktuelle Risikoscheu der Investoren an den Kapitalbewegungen: Aktien würden verkauft, Staatsanleihen und Edelmetalle gekauft. An Europas Börsen gebe es aber erste Zuflüsse.

Vor dem Wochenende habe der unklare Arbeitsmarktbericht aus den USA nicht gerade Sicherheit gebracht, sagte Experte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Die Zusammensetzung mit einem enttäuschend geringen Stellenaufbau aber einer fallenden Arbeitslosigkeit bringe vielmehr Unsicherheit.

Mit dem Blick auf die USA sehen die Experten der Landesbank Helaba nach dem Job-Bericht vom Freitag den Arbeitsmarkt dagegen in einer soliden Verfassung. Der Anstieg der Stundenlöhne sei zum Beispiel positiv hervorzuheben. In der neuen Woche sehen die Experten der Landesbank BayernLB nun den Verbraucher im Fokus. Zwar seien die Bedingungen für einen stärkeren Konsum durch anhaltend robuste Einkommenszuwächse und geringe Energiepreise gegeben, die Einzelhandelsumsätze dürften aber im Januar nur etwas steigen. Die Stimmung jedoch bleibe gut.

Nutzen Sie die Chance und werfen Sie mehr als nur einen Blick auf Gold. Die Chancen stehen gut, dass 2016 das Jahr des großen Turnarounds bei Gold und anderen Rohstoffen wird. Und Anleger haben die Chance daran teilzuhaben. Keiner will in zwei Jahren sagen müssen: Hätte ich 2016 doch Minenaktien gekauft. Testen Sie Goldfolio, den Gold- und Silberdienst des AKTIONÄRs, 13 Wochen lang für nur 49 Euro. Profitieren Sie von der Trendwende bei den Edelmetallen. 2016 könnte die Chance werden, die es nur einmal im Leben gibt.

Auf der Unternehmensseite stehen eher Daten aus der zweiten und dritten Reihe auf der Agenda. Lufthansa und Fraport warten am Dienstag und Mittwoch mit ihren Verkehrszahlen auf. Hinzu kommen endgültige Zahlen des Kupferherstellers Aurubis und der Quartalsbericht der Heidelberger Druck zur Wochenmitte. Am Donnerstag vervollständigen der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger und der Verpackungsspezialist Gerresheimer mit ihren Jahresberichten sowie der Handelskonzern Metro mit finalen Zahlen das Bild. Vor dem Wochenende könnten die Bilanzen von Commerzbank und ThyssenKrupp für Bewegung sorgen.

Im Blick dürfte auch die Entwicklung der Rohstoffpreise insbesondere von Rohöl bleiben. Zuletzt hatte sich die Börse außergewöhnlich stark an den Preisbewegungen beim Öl orientiert. Aus Sicht von Rolf Kuster, Anlagestratege bei der VP Bank, wird sich der Rohölmarkt mittelfristig wieder vermehrt an den Fundamentaldaten orientieren müssen. Diese sprächen für höhere Preisnotierungen. Die Experten der WGZ Bank halten mit Blick auf das Chartbild einen Anstieg des Ölpreises auf etwa 40 US-Dollar für möglich. Sie verweisen auf zyklische Aspekte.

Konjunktursorgen, durchwachsene Geschäftsberichte sowie ein deutlicher Anstieg des Eurokurses hatten den deutschen Aktienmarkt in der vergangenen Woche belastet: Der DAX schloss am Freitag auf dem tiefsten Stand seit November 2014.

Am Freitag verabschiedete sich der DAX bei 9.286 Punkten aus dem Handel. Damit wurde die massive Unterstützung bei 9.325 Punkten unterschritten. Bleibt eine schnelle Rückeroberung dieser Marke aus, muss mit der dynamischen Fortsetzung der laufenden Abwärtsbewegung bis in den Bereich um 8.900 Zähler gerechnet werden. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check im aktionaer.tv oder lesen Sie an dieser Stelle.

(Mit Material von dpa-AFX)

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