02.08.2018 Michel Doepke

Celgene-Partner BeiGene: Verleiht der China-IPO Schwung?

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BEIGENE SP.ADR
Trendthema

BeiGene hat sich für das Zweitlisting an der Börse in Hong Kong einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht. In China macht ein Impfstoff-Skandal die Runde und belastet die Kurse von Pharma- und Biotech-Unternehmen. Das zieht den Börsengang von BeiGene in Sippenhaft – trotzdem ist das IPO positiv zu werten.

Mit dem Zweitlisting hat BeiGene neues Kapital eingesammelt. Der Celgene-Partner konnte im Rahmen des Listings 903 Millionen Dollar einnehmen. Ermöglicht haben dies neue Regeln in China, die einen Börsengang für Pharma- beziehungsweise Biotech-Firmen vereinfachen. BeiGene hat an der asiatischen Börse 65,6 Millionen Aktien zu 108 Hong-Kong-Dollar platzieren können, trotz des herausforderndem Umfeld. Dies impliziert einen Discount zum Kurs in US-Dollar von 1,6 Prozent.

Die schwache Performance der China-Aktien hat auch die einheimischen Pharma- und Biotech-Aktien belastet. Dennoch bleibt das Thema ein absoluter Trendsetter im Reich der Mitte. BeiGene hat den nächsten Schritt gemacht, um auch in China für Investoren interessanter zu werden. Spekulative Anleger nutzen den Kursrücksetzer zum Einstieg, der langfristige Aufwärtstrend und die Investmentstory ist beim Celgene-Partner BeiGene unverändert intakt, zumal das Biotech-Unternehmen zuletzt mit vielversprechenden Studiendaten aufwarten konnte.