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24.06.2021 Michael Schröder

Boom-Branche Batteriezellen: Varta-Zulieferer IBU-tec mittendrin – Hintergründe und Ziele!

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IBU-tec

Batteriezellen sind das Herzstück eines Elektroautos. Bislang lag die Entwicklung und Produktion von E-Auto-Batterien fest in asiatischer Hand. Doch das will die heimische Autoindustrie ändern. Unterstützt von Industrie und Politik beginnen die Autobauer, eigene Fabriken für die Zellfertigungen aufzubauen. Aber auch die chinesischen Hersteller setzten immer mehr auf den Standort Deutschland. Als Hersteller von Batteriematerialien dürfte auch Spezialchemie-Unternehmen IBU-tec von diesem Trend profitieren.

Es tut sich was in Sachen Batteriezellen in Deutschland. In Parsdorf bei München will BMW ab 2022 eigene Batteriezellen produzieren. Zudem sollen auch in Leipzig Batteriemodule vom Band laufen. Porsche will in Tübingen zum Batterie-Produzenten aufsteigen. VW hat besonders ambitionierte E-Auto-Pläne. Bis 2030 wollen die Wolfsburger in Europa zusammen mit Partnern sechs Zellfabriken mit einer Gesamtkapazität von 240 Gigawattstunden betreiben. Auch Varta wird in die Produktion von Elektroauto-Akkus einsteigen und am Stammsitz in Ellwangen Batterien mit neuartigen Lithium-Ionen-Zellen fertigen.

Der europäische Ableger des chinesischen Herstellers Farasis Energy will ab 2023 in Bitterfeld-Wolfen mit der Batteriezellenproduktion beginnen. Bereits Mitte 2022 will der chinesische Batterieriese CATL in Arnstadt am Erfurter Kreuz seine neue Fabrik dann in Betrieb nehmen. Seit Anfang des letzten Jahres entsteht in Grünheide Teslas Gigafabrik. Im nur 50 Kilometer entfernten Ludwigsfelde will Microvast aktiv werden.

Es werden dabei zwar viele Lithium-Ionen-Zellen vom Band laufen. Doch die Wahrscheinlichkeit scheint groß, dass auch AKTIONÄR-Hot-Stock IBU-tec als Zulieferer für Batterierohstoffe bei dem einen oder anderen Projekt mit von der Partie sein wird. Agierten die Thüringer hier bisher als Zulieferer für Batterierohstoffe, wird man ab dem vierten Quartal 2021 ein Produkt aus seinen eigenen Drehrohröfen für den Einsatz in Lithium-Eisenphosphat(LFP)-Batteriezellen auf den Markt bringen. Die feuerfesten LFP-Batterien haben nur eine vergleichsweise überschaubare Reichweite, werden von den Autobauern daher vor allem in kleinen Fahrzeugen (Cityflitzern) verbaut – und die Nachfrage in diesem Bereich steigt gerade spürbar an.

Mit Varta gibt es einen namhaften Interessenten an dem hocheffizienten Batterierohstoff. Weitere Vertriebsaktivitäten laufen. So wurde mit einem asiatischen, global tätigen Konzern vor Kurzem eine umfassende Vertriebskooperation für das aktuelle Batteriematerial und künftige Produkte geschlossen. Weitere Abschlüsse dieser Art dürften in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Aufgrund des hohen Interesses wird IBU-tec damit beginnen, auf Vorrat zu produzieren und wird die entsprechende Lagerhaltung bis Jahresende weiter ausbauen.Das Potenzial ist enorm: Nach Schätzungen des AKTIONÄR hat IBU-tec im Jahr 2019 rund 250 Tonnen Batteriematerial produziert, mittlerweile aber Kapazitäten für ein Vielfaches geschaffen.

Im Kernsegment Batteriematerialien rechnet der Vorstand in den kommenden Jahren mit mehr als einer Verzehnfachung der Umsätze im Vergleich zu 2019. 2025 sollten bereits bis zu 30 Prozent der Gesamtumsätze in diesem Bereich erwirtschaftet werden. Doch damit nicht genug: IBU-tec hat neben dem E-Mobility-Goldrausch auch in anderen boomenden Märkten eine hervorragende Basis für weiteres Wachstum geschaffen.

Der Newsflow dürfte in den kommenden Wochen und Monaten positiv bleiben. Die Aktie steht vor einem massiven Kaufsignal. Mit dem nachhaltigen Sprung über das bisherige Hoch bei 51,60 Euro wäre der Weg für eine dynamische Trendfortsetzung geebnet. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser sehen die Aktie erst bei 64 Euro fair bewertet. DER AKTIONÄR ist hier auf Sicht sogar noch deutlich optimistischer und spekuliert im Real-Depot auf steigende Kurse.

IBU-tec (WKN: A0XYHT)

Mehr Infos zum Real-Depot

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von IBU-tec befinden sich im Real-Depot von DER AKTIONÄR.

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