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23.02.2012 Werner Sperber

Börsenwelt Presseschau II: PTT und Gigaset unter der Lupe

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Platow Emerging Markets stellt lediglich ein leichtes Stolpern aber kein Ausrutschen des Ölkonzerns PTT fest und erkennt genügend eigene Kraft, um gut vorwärts zu kommen. Aktien-Strategie hält die Aktie von Gigaset für nicht ganz astrein aber kaufenswert. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Emerging Markets erklären: Die Zahlen des thailändischen Rohstoffkonzerns PTT für das vierte Quartal sind schwach ausgefallen, allerdings ist dieser Gewinneinbruch um 26 Prozent im Jahresvergleich auch erwartet worden. Zum einen haben die Überschwemmungen in Thailand belastet und zum anderen Abschreibungen des ägyptischen Gaspipeline-Unternehmens EMG, an dem PTT indirekt 25 Prozent hält. Im Gesamtjahr stieg der Gewinn des Öl-, Gas-, Kohle-, Explorations-, Raffinerie- und Chemiekonzerns jedoch um 27 Prozent auf den Rekordwert von mehr als 105 Milliarden Thailändische Baht (2,61 Milliarden Euro). Das KGV für das laufende Jahr wird auf 9 geschätzt, was im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit günstig ist. Die erwartete Dividendenrendite ist mit 3,8 Prozent ansehnlich und mit einer Eigenkapitalquote von 46 Prozent dürfte auch die Finanzierung des ambitionierten Expansionsprogramms gut möglich sein. Prozyklisch orientierte Investoren sollten jetzt einsteigen und bei eventuellen Rücksetzern bis auf 8,03 Euro nachkaufen. Der Stoppkurs sollte bei 6,70 Euro gesetzt werden.


Aktien-Strategie: Gigaset muss die Turnaround-Geschichte fortschreiben   

Derzeit konsolidiert der Aktienkurs von Gigaset den steilen Anstieg nach der Präsentation der vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr. Die Experten von Aktien-Strategie sehen vor allem die Bilanz noch kritisch, raten jedoch dazu, die Verschnaufpause des günstig bewerteten Turnaround-Kandidaten zum Einstieg zu nutzen. Dazu sollten risikobereite Anleger ein Abstauberlimit bei 3,04 Euro legen. Das Kursziel beträgt 3,80 Euro und der Stoppkurs sollte bei 2,58 Euro gesetzt werden. Nach den vorgelegten Eckdaten für das Jahr 2011 erlöste Gigaset 521 Millionen Euro. Darin sind allerdings noch 40 Millionen Euro aus inzwischen aufgegebenen Sparten enthalten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 44 Prozent auf 54 Millionen Euro und das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von minus 0,26 auf plus 0,36 Euro. Das Eigenkapital beträgt 77 Millionen Euro und die flüssigen Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 62 Millionen Euro. Nachdem sich Gigaset von allen anderen Geschäften getrennt hat und sich nun auf die Produktion von Telefonen konzentriert, besteht Anlass zur Hoffnung auf eine weitere Verbesserung der Ertragslage. Da das Sparprogramm erst in diesem Jahr die volle Wirkung entfaltet, dürften die Gewinnspannen selbst dann etwas zulegen, wenn der Umsatz bei 480 Millionen Euro verharrt und der Preisdruck anhält. Konservativ geschätzt, sollte das EBITDA auf 60 Millionen Euro und das Ergebnis pro Anteil auf 0,37 Euro steigen, was einem KGV von günstigen 8 entspräche. Wenn die Verlustvorträge genutzt werden, könnte der Gewinn auch deutlich höher ausfallen. Auch das KUV ist mit 0,3 auf einem niedrigen Niveau. Sofern es dem Vorstand gelingt, die Turnaround-Geschichte fortzuschreiben, sollte der Aktienkurs einen längerfristigen Aufwärtstrend beginnen.

Änderungen im Musterdepot der Aktien-Strategie:

Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 500 Anteile der Basler AG zu 12,05 Euro eingebucht und bei 9,60 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 2.000 Aktien von Gigaset zu höchstens 3,04 Euro aufnehmen.

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