Der Autobauer BMW hat am Donnerstagmorgen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlicht. Nachdem im Vorfeld bereits bekannt war, dass der Absatz im vergangenen Jahr um ein halbes Prozent auf 2,46 Millionen Fahrzeuge gestiegen war, richteten sich die Blicke im Vorfeld auf die Profitabilität. Hier hat der scheidende BMW-Chef Oliver Zipse Zahlen vorgelegt, die die Erwartungen nicht ganz erfüllt haben.
Schwäche des wichtigen chinesischen Automobilmarktes hat BMW im vergangenen Geschäftsjahr ausgebremst. Der Münchner Autobauer hat 2025 einen Umsatzrückgang um 6,3 Prozent auf 133,5 Milliarden Euro erzielt. Gleichzeitig fiel das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 11,5 Prozent auf rund 10,2 Milliarden Euro. In der Automobilsparte betrug die EBIT-Marge nur noch 5,3 Prozent. Unter dem Strich sank der Gewinn um drei Prozent auf 7,45 Milliarden Dollar. Damit hat der Autobauer etwas schwächer abgeschnitten als Analysten erwartet hatten.
Dividendenerhöhung angekündigt
Trotz der mauen operativen Entwicklung können sich Anleger auf eine steigende Dividende einstellen. Je im DAX notierter Stammaktie soll die Dividende um 0,10 Euro auf 4,40 Euro steigen. Hauptprofiteur dieser Entwicklung sind wie immer die Erben der Eignerfamilie Quandt, Stefan Quandt und seine Schwester Susanne Klatten. Die Dividendenrendite beträgt demnach 5,44 Prozent. Die Hauptversammlung am 13. Mai muss den Dividendenvorschlag noch absegnen.
Verhaltene Aussichten
Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen eine operative Marge im Autogeschäft zwischen 4 und 6 Prozent in Aussicht. Zusätzliche Belastungen entstehen durch höhere Zölle, die nach Unternehmensangaben rund 1,25 Prozentpunkte kosten. Analysten waren bislang davon ausgegangen, dass sich die Marge 2026 leicht auf etwa 5,7 Prozent verbessern wird.
Die BMW-Aktie verliert vorbörslich bei Tradegate rund 0,8 Prozent. Aufgrund der verhaltenen Aussichten drängt sich ein Einstieg weiterhin nicht auf. Wo Anleger stattdessen jetzt zuschlagen sollten, erfahren Sie in der neuen Ausgabe von DER AKTIONÄR. Diese finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BMW.
Heute, 08:05