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04.12.2020 Marion Schlegel

BioNTech unter Druck: Probleme mit Impfstoff-Lieferkette – die Details

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BioNTech

Die Aktie von BioNTech ist am frühen Morgen deutlich unter Druck gekommen. Grund war ein Bericht des Wall Street Journals vom Donnerstag. Die Zeitung berichtete, dass der US-Partner Pfizer das Auslieferungsziel für den Corona-Impfstoff in diesem Jahr halbieren musste. Ursprünglich wurden 100 Millionen Impfdosen anvisiert, nun werden wohl 50 Millionen Dosen ausgeliefert werden können.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Neu ist diese Meldung allerdings nicht. Pfizer sprach bereits Mitte November davon, dass nur mit 50 Millionen Dosen zu rechnen ist. Zudem wurde das Ziel für 2021, mehr als eine Milliarde Impfstoff-Dosen zur Auslieferung bringen zu wollen, bestätigt.

Im September hat sich BioNTech durch einen Deal mit Novartis erhebliche Produktionskapazitäten gesichert. BioNTech hat das Novartis-Werk in Marburg übernommen. Inzwischen teilte das Unternehmen mit, die Übernahme sei abgeschlossen, 2021 solle die Produktion losgehen. Allein im ersten Halbjahr will BioNTech in Marburg bis zu 250 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffes produzieren – sie werden wohl von dort aus in die ganze Welt gehen.

Die britische Arzneimittelbehörde hatte Pfizer und BioNTech am Mittwoch eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land, das dem Impfstoff eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt hat. Die US-Arzneimittelbehörde FDA und die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema prüfen derzeit ebenfalls solche Anträge.

Die BioNTech-Unternehmensführung trat am Mittwoch Befürchtungen entgegen, die EU und die USA könnten bei den Auslieferungen des Vakzins das Nachsehen haben, da die Briten früher grünes Licht für den Impfstoff gegeben haben. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir den Impfstoff der ganzen Welt zur Verfügung stellen und an alle fair verteilen, die ihn haben wollen", betonte Vorstand Sean Marett wenige Stunden nach Bekanntwerden der Zulassung vor Journalisten. "Und das heißt, dass nicht alle Dosen an Großbritannien gehen. Großbritannien erhält wie alle einen fairen Anteil."

Von den Tagestiefs konnte sich die Aktie von BioNTech nun wieder etwas nach oben absetzen. DER AKTIONÄR sieht im aktuellen Rücksetzer noch einmal eine Chance bei dem Papier zuzugreifen. Allerdings ist ein Investment ganz klar spekulativ. Demnächst stehen die wichtigen Zulassungsentscheidungen für den Impfstoff in den USA und der EU an.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BioNTech.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BioNTech.

(Mit Material von dpa-AFX)

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