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07.12.2020 Marion Schlegel

BioNTech-Impfstoff: „Bis Ende März elf Millionen Dosen für Deutschland realistisch“

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BioNTech

In Großbritannien laufen die ersten Corona-Impfungen mit dem Impfstoff der beiden Forschungspartner BioNTech und Pfizer in dieser Woche an. Das Land hatte dem Impfstoff mit der Bezeichnung BNT162b2 die Notfallzulassung erteilt. Derweil läuft das reguläre Zulassungsverfahren in der EU weiter. Hierzulande dürften die Impfungen wohl Anfang kommenden Jahres starten.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) geht nicht davon aus, dass der Impfstoff gegen Corona noch in diesem Jahr in Deutschland verabreicht wird. "Ich rechne damit, dass das ganz früh im nächsten Jahr in den allerersten Tagen losgehen kann", sagte Braun am Sonntagabend im "Bild"-Talk "Die richtigen Fragen".

Nachdem Anfang Dezember mehrere Hersteller die Zulassung ihres Impfstoffs in der EU beantragt hatten, hatten sich in Deutschland Bund und Länder für einen möglichen Start erster Impfungen noch vor dem Jahreswechsel gewappnet. Am Samstag hatte allerdings auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von einem Anfang Januar anvisiertem Impfstart gesprochen.

Massenimpfungen stellte Spahn bis Sommer in Aussicht. "Stand heute bin ich sehr optimistisch, dass es spätestens im Sommer Massenimpfungen geben wird", sagte er dem Nachrichtenportal t-online. Er gehe davon aus, dass dann auch in Arztpraxen "flächendeckend" geimpft werden könne. Auf die Frage, ob Deutschland im Herbst mit dem Gröbsten durch sei, antwortete Spahn: "Wenn möglichst viele das Impfangebot wahrnehmen: ja."

Insgesamt gebe es bei den Impfstoff-Entwicklungen fünf Kandidaten, die mit einer "gewissen Wahrscheinlichkeit" bis zur Jahresmitte zugelassen würden. Dazu zählte Spahn neben den Entwicklungen von BioNTech/Pfizer und Moderna auch die Produkte von CureVac, AstraZeneca sowie Johnson & Johnson. Millionen Bundesbürger könnten schon im Frühjahr durch Impfungen immun sein. Bis Ende März seien "für Deutschland elf Millionen Dosen allein von BioNTech realistisch".

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA will über das Vakzin der Mainzer Firma BioNTech und des US-Konzerns Pfizer bis spätestens 29. Dezember, über das des US-Konzerns Moderna bis 12. Januar entscheiden.

Die Aktien von BioNTech und Moderna können zum Wochenstart leicht zulegen, CureVac markiert sogar ein neues Allzeithoch. DER AKTIONÄR empfiehlt, bei allen drei Werten, die Gewinne weiter laufen zu lassen.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BioNTech.

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BioNTech und Moderna.

(Mit Material von dpa-AFX)

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