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07.02.2020 Andreas Deutsch

Beyond-Meat-Konkurrent: Anlegern bleibt der Bissen im Hals stecken

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Kellogg

Kellogg ist vor allem bekannt für Corn Flakes, hat mit Morningstar Farms aber auch eine Tochter, die auf veganes Fleisch spezialisiert ist. Ein Mega-Wachstumsmarkt – trotzdem schwächelt Kellogg plötzlich. Die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr schmeckt den Anlegern ganz und gar nicht.

Kellogg erwartet für 2020 ein Plus beim Umsatz von nur ein bis zwei Prozent. Der Gewinn könnte laut dem Unternehmen um vier Prozent sinken. Grund für den Rückgang sei der Verkauf der Keksmarke Keebler und anderer Produkte an die Ferrero-Gruppe.

CEO Steve Cahillane zeigte sich dennoch optimistisch. „Wir haben große Hürden zu überwinden, aber wir sind dabei“, so Cahillane. „Wir investieren so aggressiv in unsere vielversprechendsten Marken wie seit Jahren nicht mehr.“

Positiv: MorningStar Farms legte bei den Erlösen zweistellig zu und gewann Marktanteile. Konkrete Zahlen nannte Kellogg aber nicht.

DER AKTIONÄR schätzt den Umsatz der Vegan-Tochter für 2020 auf knapp 500 Millionen Dollar. Konkurrent Beyond Meat wird voraussichtlich 484 Millionen erlösen. Bewertet wird Beyond Meat aktuell mit dem 14-fachen Umsatz. Folglich wäre MorningStar Farms sieben Milliarden Dollar wert.

Das entspricht exakt einem Drittel des kompletten Kellogg-Konzerns.

Kellogg (WKN: 853265)

MorningStar Farms ist für Kellogg eine – wie es Barron’s nannte – "Goldmine". Ein IPO würde der Kellogg-Aktie einen ordentlichen Push geben. Wer dabei ist, lässt sich von den Kursverlusten (minus neun Prozent am Donnerstag nach den Zahlen) nicht aus der Fassung bringen und bleibt investiert. Stoppkurs: 48 Euro.