02.06.2017 Thorsten Küfner

BASF: Das könnte teuer werden

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BASF
Trendthema

Über Monate hinweg war die einstige Ertragsperle von BASF, die Öl- und Gastochter Wintershall, im Zuge des Ölpreisverfalls ein Sorgenkind. Nun haben sich die Ölpreise und die Ertragslage bei Wintershall stabilisiert. Dafür droht jetzt ein Streit in Libyen, bei dem die BASF-Tochter bis zu einer Milliarde Euro zahlen soll.

So will der staatliche Ölkonzern NOC Wintershall für den Verlust von Einnahmen durch den Förderstopp im Bürgerkriegsland seit dem 7. März haftbar machen. "Wir verlieren monatlich eine Viertelmilliarde Dollar durch den Förderstopp", sagte NOC-Chef Mustafa Sanalla gegenüber dem Handelsblatt. Zudem wirft er Wintershall vor, dass der deutsche Konzern das Chaos in dem Land ausgenutzt habe. Ein Unternehmenssprecher von Wintershall hat bereits erklärt: "Wir haben uns stets vertragstreu verhalten und sind auch allen unseren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen.“

Chartbild hellt sich allmählich wieder auf
Die Meldung belastet die Aktie von BASF im heutigen Handel aber nicht. Der DAX-Titel kann sich indes in einem freundlichen Marktumfeld weiter erholen. Aus charttechnischer Sicht wäre es nun wichtig, dass die Marke von 85 Euro und im besten Falle auch die Unterstützungen im Bereich von 87 Euro zurückerobert werden können. Fundamental betrachtet bleiben die Anteile des Chemieweltmarktführers ohnehin attraktiv.