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05.04.2021 Andreas Deutsch

Bank of America warnt: Markt kurz vor Verkaufssignal

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DowJones

DAX auf Rekordhoch, Dow Jones ebenso – die Woche vor Ostern hatte es für die Anleger in sich. Doch nun gibt die Bank of America die Spaßbremse. „Unser Sell-Indikator, der die durchschnittliche empfohlene Aktienallokation von Sell-Side-Strategen abbildet, ist den dritten Monat in Folge gestiegen“, so die Analysten.

Der Indikator kletterte im März auf 59,4 Prozent gegenüber 59,2 Prozent im Februar. Es ist der höchste Wert seit zehn Jahren.

„Die zunehmend euphorische Stimmung ist ein Hauptgrund für unseren neutralen Ausblick“, sagt Savita Subramanian, Aktienstrategin bei der Bank of America. „Der zyklische Aufschwung, die Impfstoffe, der Stimulus und so weiter sind weitgehend im Markt eingepreist.“

Subramanian weiter: „Der Optimismus ist dreimal so hoch wie normalerweise nach Bärenmärkten. Wir haben festgestellt, dass die Hausse an der Wall Street ein zuverlässiger Kontraindikator ist."

Aktuell prognostiziert der Indikator eine Rendite von nur sechs Prozent für den S&P 500 für die kommenden zwölf Monate, was deutlich weniger ist als die durchschnittliche 12-Monats-Prognose von 14 Prozent seit dem Ende der Finanzkrise.

Laut Bank of America sollten die Anleger auf Unternehmen setzen, die sensibel auf die Realwirtschaft reagieren. Das schließe zyklische Werte ein, ebenso Value-Aktien und Unternehmen, die von einer starken Steigerung der Investitionsausgaben durch Bidens Infrastrukturplan profitieren würden.

DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

Der Markt ist in den vergangenen Monaten top gelaufen und hat selbst die Erwartungen der kühnsten Optimisten weit übertroffen. Das Potenzial an positiven Überraschungen ist recht dünn, so dass die Gefahr von kurzfristigen Korrekturen ohne Frage vorhanden ist. Das sind für den AKTIONÄR aber glasklare Kaufchancen, da es nach wie vor keine ernstzunehmenden Alternativen zu Aktien gibt: Bei Anleihen dürfte bei zwei Prozent Rendite (10-jährige US-Bonds) der Deckel erreicht sein, Gold kommt nicht vom Fleck, Immobilien sind oft noch teurer als Aktien und der Kryptowährungsmarkt ist definitiv zu klein. Ergo: Die Hausse an der Börse ist noch nicht am Ende.

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