28.02.2019 Michel Doepke

Ballard-Power-Rivale PowerCell: Es rappelt in der Kiste

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PowerCell
Trendthema

Ballard Power ist der bekannteste Herstellern von Brennstoffzellen auf dem Kurszettel. Doch ein Konkurrent stiehlt den Kanadiern aktuell die Show: PowerCell aus Schweden. Die starke Entwicklung der letzten Wochen ist fundamental begründet. Zunächst ist die Rahmenvereinbarung mit dem deutschen Zulieferer Bosch zu nennen.

Deal sorgt für Befreiungsschlag

„Wir sehen große Chancen für eine solche Zusammenarbeit, da sie das Beste aus zwei Welten vereinen würde: die führende Position von Bosch in der Automobilzulieferindustrie und die führende Position von Po­werCell in der Brennstoffzellen-Industrie“, so PowerCell-CEO Per Wassén gegenüber dem AKTIONÄR. Eine Finalisierung des Deals stellt das Management für das erste Halbjahr 2019 in Aussicht. Doch Bosch ist nur eine Adresse, die auf das Know-how des schwedischen Brennstoffzellen-Entwicklers setzt.

Nicht minder spannend: die Kooperation mit Siemens. Der DAX-Konzern will mit PowerCell Brennstoffzellen zur Energieversorgung auf Schiffen entwickeln. Hinzu kommen die Orders von Auftraggebern, die PowerCell nicht namentlich benennt. Von einem führenden europäischen Fahrzeughersteller konnte die Gesellschaft vor Kurzem einen Folgeauftrag für Brennstoffzellen-Stacks im Gegenwert von 5,3 Millionen Schwedische Kronen (gut 0,5 Millionen Euro) verbuchen.

(Zu) heiß gelaufen

Die Newsflut hat den Knoten bei PowerCell endgültig platzen lassen, doch Achtung: Fahnenstange! Teilgewinne mitnehmen und bei großem Rücksetzer wieder zugreifen. Spekulative Aktie!

Hinweis: Dieser Artikel erschien in der AKTIONÄR-Ausgabe 08/2019 als "Volltreffer". Das Magazin steht hier zum Download bereit.