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Artemis 2 war erst der Anfang: Europa hat große Weltraum‑Pläne

Artemis 2 war erst der Anfang: Europa hat große Weltraum‑Pläne
Foto: Supamotionstock.com/shutterstock
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Jan-Paul Fóri Heute, 10:00 Jan-Paul Fóri

Die NASA-Mission Artemis 2 ist erfolgreich zur Erde zurückgekehrt. Was viele nicht wissen: Ohne europäische High-Tech-Ingenieurskunst wäre die Kapsel im All manövrierunfähig gewesen. Auch bei der europäischen Raumfahrtagentur ESA hat Artemis 2 für Euphorie entfesselt. Doch auch bei Anlegern rückt der Weltraum in den Fokus.

„Wir sind zurück im Spiel“, bringt es Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für astronautische und robotergestützte Raumfahrt, gegenüber der dpa auf den Punkt. Und wie! Seit der legendären Apollo-17-Mission im Jahr 1972 hatte kein Mensch mehr die Nähe des Mondes erreicht. Mit dem erfolgreichen Vorbeiflug von vier Astronauten in einer weiten Flugbahn um den Erdtrabanten und der sicheren Wasserung am Samstag hat die Menschheit das Tor zu einer neuen Ära der Weltraumexploration aufgestoßen. Doch der eigentliche Gamechanger dieser Mission trägt den Stempel „Made in Europe“.

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Ohne die ESA geht bei der NASA nichts

Dass die US-Astronauten überhaupt den Mond umrunden konnten, verdanken sie zu einem großen Teil der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Diese lieferte mit dem sogenannten European Service Module (ESM) das Herzstück für das „Orion“-Raumschiff. Das ESM lieferte nicht nur den Hauptantrieb, sondern versorgte die Crew auch mit lebensnotwendigem Sauerstoff, Wasser und Strom. Neuenschwander stellt klar: „Der aktuelle Flug zum Mond wäre ohne das Antriebssystem der Esa gar nicht möglich gewesen.“ 

Der Fahrplan steht: Erster Deutscher auf dem Mond bis 2028?

Die neuentfachte Dynamik im Sektor ist atemberaubend. Während bei der kommenden Artemis 3-Mission entgegen ersten Plänen noch keine bemannte Landung stattfinden soll, wird es bei Artemis 4, die für das Jahr 2028 terminiert ist, ernst. Das Besondere aus europäischer Sicht: ESA-Chef Josef Aschbacher hat unlängst durchblicken lassen, dass Deutschland als beitragsstärkstes Land das Erstzugriffsrecht auf den ersten europäischen Astronautenplatz auf dem Mond hat. Ein historisches Ereignis, das auch hierzulande für eine enorme mediale Sonderkonjunktur und Begeisterung sorgen dürfte.

Doch die ESA will mehr als nur Trittbrettfahrer der Amerikaner sein. Ab 2030 plant Europa den ganz großen Wurf im Alleingang: Für 2030 ist der Start des unbemannten Mondlanders „Argonaut“ an Bord der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 anvisiert. Ziel ist es, bis zu 1,5 Tonnen Fracht (wie Rover und wissenschaftliche Geräte) autonom auf die Mondoberfläche zu bringen. Ab 2031 soll der Aufbau von Kapazitäten auf der Mondoberfläche erfolgen und noch vor 2040 ist schließlich die Errichtung einer permanenten, bemannten europäischen Forschungsstation auf dem Mond geplant. 

Goldgräberstimmung am Südpol

Das primäre Ziel der europäischen Missionen ist der Südpol des Mondes. Aus gutem Grund: Hier vermuten Experten wertvolle Ressourcen wie gefrorenes Wasser, das für die künftige Treibstoff- und Sauerstoffproduktion vor Ort essenziell ist. Zudem sind die Lichtverhältnisse am Südpol optimal für die kontinuierliche Energiegewinnung via Solarzellen. „Wir wollen dorthin, um zu bleiben“, so Neuenschwander. Es geht nicht mehr um reine Prestige-Flüge, sondern um die Erschließung einer neuen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Sphäre.

Die Herausforderungen: Brutstätten für High-Tech-Patente

Natürlich ist der Weg zum dauerhaften Leben auf dem Mond kein Spaziergang. Die Strahlung im All ist extrem, und die Mondnacht dauert 14 Erdtage – eine enorme Belastung für Batterien und Heizsysteme. Doch genau darin liegen gewaltige Renditechancen. Unternehmen, die mit Innovationen in Robotik, Energietechnik und Materialproduktion diese Hürden meistern, dürften zu den großen Gewinnern zählen.

Die Kommerzialisierung des Weltraums entwickelt sich rasant zu einem der größten Megatrends der kommenden Jahrzehnte. Allein an der „Artemis 2“-Mission waren rund 100 Unternehmen aus 13 europäischen Ländern beteiligt, ein klares Signal für die enorme wirtschaftliche Dynamik. Mittendrin: Airbus. Der Luft- und Raumfahrtriese zählt zu den zentralen Profiteuren dieses Booms und ist folgerichtig im AKTIONÄR Weltraum Index vertreten. Genau dieser Index bietet Anlegern die Chance, am Space-Trend teilzuhaben und gleichzeitig das Risiko gegenüber Einzelwerten breiter zu streuen. 

Wer gezielt auf höhere Renditen setzt und Zugang zu den US-Börsen hat, setzt auf im Aktienreport „Galaktisches Potenzial – 2 Weltraumaktien, die jetzt abheben“ vorgestellten Titel. Mit dem „Weltraum-Geheimtipp vor dem Abflug“ hat DER AKTIONÄR zudem einen Hidden Champion in Europa entdeckt, den Anleger bequem über L&S handeln können.

Aktien-Report
Quelle: Börsenmedien AG

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