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21.05.2014 Jens Aichinger

Apple: Was hat Beats, das Apple nicht hat?

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DAX

Apple übernimmt für 3,2 Milliarden US-Dollar den Kopfhörer-Produzenten Beats. Der Preis ist nur auf den ersten Blick hoch, denn das Unternehmen hat einen hohen Marktanteil und bietet viele Synergiepotenziale.

Wer denkt, amerikanische Rapper hätten nur Alkohol, schnelle Autos und Frauen im Kopf, irrt gewaltig. Immer mehr Musiker verstehen sich als Geschäftsmänner und zeigen, dass sie auch abseits der Bühne erfolgreich sein können. Jay-Z, Diddy und Dr. Dre, alles amerikanische Rapper, haben den weitaus größten Teil ihres Geldes nicht mit Musik, sondern anderen Unternehmungen gemacht. Die Tatsache, dass keiner von den oben genannten auf ein Vermögen von weniger als 550 Millionen Dollar geschätzt wird, gibt ihnen recht. Während andere Rapper sich in der Bekleidungsindustrie versuchten oder Vitaminwasser verkauften, gründete Dr. Dre unter anderem die Firma Beats, die Kopfhörer im Premiumpreissegment verkauft.

Dr. Dre und Beats

Vor der Gründung von Beats kam nur eine Minderheit der Kunden auf die Idee, für einen Kopfhörer über 100 Dollar auszugeben. Dann kam Beats und machte Kopfhörer zu einem Lifestyle-Produkt. Knallige Farben und ein schickes Design machten Kopfhöhrer zum Objekt der Begierde. Außerdem wurde die Bauweise so verändert, dass die Wiedergabe von satten Bässen möglich wurde. Mit seinen Produkten fand Beats bei den Kunden so großen Anklang, dass die Firma explosionsartig wuchs. Inzwischen vereint sie rund 64 Prozent des Marktes für Kopfhöhrer im Preissegment über 100 Dollar auf sich. Da die Firma nicht börsennotiert ist, liegen der Öffentlichkeit jedoch keine exakten Zahlen zu Umsatz und Gewinn vor.

Synergieeffekte für Apple

Neben dem Vertrieb von Kopfhörern hat Beats auch noch eine Firmensparte, die Musik ins Internet streamt. Hier sind die Parallelen zu iTunes nicht zu übersehen. Auch die Kopfhörer könnten den Nutzern von iPod, iPhone und co. ein ganz neues Klangerlebnis verschaffen. Ausserdem sichert sich Apple den Einstieg in ein weiteres Premiumsegment, das bisher von dem Konzern aus Cupertino noch nicht bearbeitet worden ist.

Apple-Aktie legt zu

Die Aktie von Apple ist unterwegs in Richtung Allzeithoch. Gestern konnte bereits die Marke von 600 Dollar geknackt werden. Ein Ende der Bewegung ist zunächst nicht in Sicht.

Buchtipp: Tim Cook

2011 stirbt Steve Jobs. Alle sind sich einig, dass Apple ohne ihn dem Untergang geweiht ist. Jobs’ Nachfolger Tim Cook halten viele für die falsche Wahl – zu wenig innovativ, zu wenig schillernd. Doch Cook beweist: Er ist der rechte Mann zur rechten Zeit. Unter seiner Leitung wird das iPhone das erfolgreichste Produkt aller Zeiten, das Dienstleistungs­geschäft wächst rasant und Apple steigt zum ersten Billionen-Dollar-Unternehmen der Welt auf. Leander Kahney legt nun die erste Biografie überhaupt zu Tim Cook vor. Wer ist der Mann, den viele für einen Langweiler halten, wirklich? Wie hat er Apple verändert und wo will er noch hin? Welchen Herausforderungen wird er sich in Zukunft stellen müssen? Und wird es ihm gelingen, Apple weiterhin an der Spitze zu halten?

Autoren: Kahney, Leander
Seitenanzahl: 320
Erscheinungstermin: 05.07.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-651-6