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12.03.2020 Leon Müller

Angela Merkel: "Situation außergewöhnlicher als zu der Zeit der Bankenkrise"

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Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Europa stellt die Wirtschaft vor eine enorme Herausforderung. Die Aktien- und Finanzmärkte verzeichnen bereits seit Wochen dramatische Verluste. Am Donnerstag hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut zu Wort gemeldet. Ihr Vergleich steigert die Verunsicherung.

Die aktuelle Situation durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist nach Aussage von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) außergewöhnlicher als die Finanzkrise von 2008/2009. "Wir sind in einer Situation, die außergewöhnlich ist in jeder Beziehung, und zwar, ich würde sagen außergewöhnlicher als zu der Zeit der Bankenkrise", sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

"Einschnitt, der uns sehr viel abverlangt"

Man habe es hier mit einer gesundheitlichen Herausforderung zu tun, auf die Wissenschaft und Medizin noch keine Antwort hätten. Aufgabe sei es jetzt Menschenleben zu retten, "so gut wir das können", und die Wirtschaft am Laufen zu halten, sagte Merkel. "Beide Aufgaben sind anspruchsvoll und dem wollen wir gerecht werden." Die Bundeskanzlerin sprach von einem "Einschnitt, der uns sehr viel abverlangt."

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Zustimmung für EZB-Chefin Lagarde

Bereits zuvor hatte Merkel einer Einschätzung von Christine Lagarde zugestimmt. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank hatte die EU-Regierungschefs wegen der Coronavirus-Krise Kreisen zufolge vor einem extremen Schock für die Wirtschaft gewarnt. Ohne koordiniertes Vorgehen werde Europa ein Szenario erleben, das viele an die große Finanzkrise 2008 erinnern werde, sagte Lagarde am Dienstagabend einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg während einer Telefonkonferenz des EU-Rats zufolge.

Mit Material von dpa-AFX

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