11.08.2016 Michel Doepke

Alibaba gibt Gas: Plattform trotzt chinesischer Wirtschaftsflaute

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DAX
Trendthema

Wer hätte das gedacht: Die Internet-Plattform Alibaba hat im zweiten Quartal trotz schwacher wirtschaftlicher Entwicklungen in China fantastische Zahlen präsentiert. Vorbörslich greifen die Anleger zu – und das zu Recht!

Online-Handel boomt

Von nachlassender Kaufkraft keine Spur: Der Konzernumsatz stieg um satte 59 Prozent auf rund 4,33 Milliarden Euro – der größte Zuwachs seit dem IPO im Jahre 2014. Der Internetriese profitiert insbesondere durch das starke Cloud- und Rechendienstleistungsgeschäft. Generell boomt der Online-Handel im Reich der Mitte: Im Jahresvergleich konnte der Umsatz aller Online-Plattformen um 49 Prozent zulegen. Der Großteil der Geschäfte erfolgte dabei über mobile Endgeräte.

Erfolgsversprechendes Cloud-Geschäft

Zunehmend expandiert Alibaba mit der „Alilaunch“, um auch westlichen Tech-Unternehmen eine einen einfachen Markteintritt in China zu ermöglichen. Häufig waren die chinesischen Anforderungen und Vorschriften für kleinere amerikanische bzw. europäische Firmen zu kompliziert und schlichtweg unrentabel. Alibaba möchte diese Unternehmen bei der Einhaltung von Richtlinien und Abstimmung bei der Kompatibilität unterstützen. Eine der bekanntesten deutschen Firmen, die diesen Service nutzt ist unter anderem der DAX-Konzern SAP. Die Meldungen rund um die „Alilaunch“ sorgten zuletzt bereits für einen dynamischen Kursanstieg bei der Alibaba-Aktie.

Aktie nimmt wieder Fahrt auf

Nach der Konsolidierungsbewegung im Bereich von 67 bis 72 Euro konnte die Aktie Anfang Juli eine Aufwärtsbewegung starten. Zuletzt notierten die Papiere knapp unter dem Jahreshoch bei 80 Euro. Mit den heutigen Quartalszahlen wurde dieses Jahreshoch im ersten Anlauf geknackt. Die nächste Hürde auf dem Weg zum Allzeithoch befindet sich bei 85,00 Euro. Aktuell ist Alibaba mit einem KGV von 27 bewertet. Spekulative Anleger nutzen das Kaufsignal zum Einstieg.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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