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Airbus: Rivale Boeing verliert an Fahrt, Goldman Sachs sieht 71-Prozent-Chance

Airbus: Rivale Boeing verliert an Fahrt, Goldman Sachs sieht 71-Prozent-Chance
Foto: Airbus
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Marion Schlegel 10.08.2022, 06:25 Marion Schlegel

Nach einem schwungvollen Juni hat Boeing bei den Auslieferungen im Juli deutlich an Fahrt eingebüßt. Insgesamt übergab der Airbus-Rivale 26 Flugzeuge an Kunden, wie er am Dienstag mitteilte. Das ist deutlich weniger als im Vormonat. Der Großteil entfiel mit 23 Fliegern auf die 737 Max.

Airbus (WKN: 938914)

Im Vormonat hatte die Modellreihe das höchste Auslieferungsniveau seit Ende 2020 erreicht, als das im Zuge zweier Abstürze mit insgesamt 346 Toten verhängte Startverbot für die Maschinen in den USA aufgehoben wurde. Der US-Konzern erhielt im Juli Aufträge für 130 Jets. Dem standen vier Stornierungen gegenüber.

Zum Vergleich: Auch der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus lieferte im Juli nach Engpässen bei Zulieferern deutlich weniger Maschinen aus als im Monat zuvor. Der DAX-Konzern übergab laut Angaben vom Montag 46 Verkehrsjets an seine Kunden. Weil Zulieferer kaum hinterherkommen, hatte Airbus-Chef Guillaume Faury seine Pläne für 2022 Ende Juli gekappt und rechnet statt mit 720 nur noch mit 700 Auslieferungen. Unterdessen holte der Hersteller im Juli Aufträge über 401 neue Maschinen herein. Im Gegenzug verbuchte Airbus Stornierungen über vier Jets.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Aktien von Airbus nach den Auslieferungszahlen für Juli auf der "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 182 Euro belassen. Die Resultate spiegelten Verzögerungen bei dem geplanten Hochfahren der Produktion des A320 wider, schrieb Analystin Daniela Costa in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Insgesamt setze sich bei dem Flugzeugbauer die robuste Auftragsdynamik fort.

Boeing (WKN: 850471)

Auch DER AKTIONÄR begrüßt die gut Auftragsentwicklung bei Airbus und favoritisiert das Papier gegenüber der US-Konkurrenz. Die Aktie von Airbus konnte sich zuletzt von den Anfang Juli markierten Tiefständen deutlich erholen. Im Zuge der Erholungsbewegung gelang sowohl der Sprung über die 100-Euro-Marke als auch über die 38- und 90-Tage-Durchschnittslinien. Nun ist das Papier an die wichtige 200-Tage-Linie herangelaufen. Gelingt nun auch hier der Ausbruch, wäre dies ein neues positives Signal für die Aktie. Dabeibleiben.

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