Bullenstark investieren
16.03.2021 Marion Schlegel

Airbus: Diese Hoffnung treibt die Aktie

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Airbus

Der Erstflug des Hochgeschwindigkeits-Hubschraubers "Racer" von Airbus verzögert sich bis Sommer 2022. Ein Airbus-Sprecher bestätigte zuletzt einen entsprechenden Bericht der "Welt am Sonntag". An der von der EU geförderten Entwicklung eines Vor-Prototypen (Demonstrators) seien rund 40 Partner aus 13 EU-Ländern beteiligt; die Corona-Pandemie habe Verzögerungen verursacht. Aber in den nächsten Tagen komme der Rumpf aus Rumänien im bayerischen Airbus-Helikopterwerk Donauwörth an, wo die Zelle dann montiert wird. Die Endmontage und die Flugtests sollen dann in Marignane bei Marseille stattfinden.

Airbus (WKN: 938914)

Nach den ursprünglichen Plänen hätte der Erstflug, der die technische Funktionsfähigkeit beweisen soll, schon Ende 2020 absolviert werden sollen. Der "Racer" soll mit 400 Stundenkilometern um die Hälfte schneller fliegen als herkömmliche Modelle und zugleich weniger Sprit verbrauchen, emissionsärmer und 20 Prozent kostengünstiger im Betrieb sein. Der Hubschrauber hat neben dem Hauptrotor oben auch Tragflächen und Schubpropeller an den Seiten. Damit sei er leiser, schneller, agiler und wendiger als herkömmliche Hubschrauber, sagte der Airbus-Sprecher. Der "Racer" soll bis zu elf Personen befördern können.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Airbus vor Gesprächen mit führenden Vertretern der Luftfahrtindustrie auf "Overweight" mit einem Kursziel von 120 Euro belassen. Hinsichtlich der Zahl der Impfungen gegen das Coronavirus fielen die kontinentaleuropäischen Staaten hinter Großbritannien, den USA und anderen kleineren Ländern noch weiter zurück, schrieb Analyst David Perry in einer am Dienstag vorliegenden Sektorstudie. Die Aussetzung der Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca in großen kontinentaleuropäischen Ländern dürfte diese Rückstände noch vergrößern. Die recht geringen Auslieferungen von Airbus im Februar passten derweil ins bekannte saisonale Muster.

Die Aktie von Airbus zeigt sich derweil von alldem aber unbeeindruckt. Es überwiegen die Hoffnungen, dass der Luftverkehr bald in Fahrt kommen könnte – zumal weltweit die Impfungen rasch vorankommen. Am heutigen Dienstag gewinnt das Papier knapp ein Prozent auf 101,02 Euro. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 81 Euro weiter an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)