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ABB: Top‑Zahlen und Milliarden‑Übernahme – geht die Rally jetzt weiter?

ABB: Top‑Zahlen und Milliarden‑Übernahme – geht die Rally jetzt weiter?
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Maximilian Völkl Heute, 09:44 Maximilian Völkl
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Der Schweizer Industriekonzern ABB kann am Donnerstag mit den Zahlen zum zweiten Quartal überzeugen. Zudem gab das Management eine milliardenschwere Übernahme bekannt. Die Aktie startet zwar mit leichten Verlusten in den Handel, nach dem starken Lauf zuletzt ist diese Reaktion aber kein Grund zur Sorge.

ABB hat im zweiten Quartal den Umsatz zum Vorjahr um 14 Prozent auf 9,48 Milliarden Dollar gesteigert – vergleichbar betrug das Plus zwölf Prozent. Besonders stark entwickelte sich der Auftragseingang, der auf vergleichbarer Basis um 28 Prozent auf 12,04 Milliarden Dollar kletterte. Auch die operative Marge (EBITA) legte um 0,9 Prozentpunkte auf 20,2 Prozent zu – knapp oberhalb des Mittelwerts der im November erhöhten Zielspanne von 18 bis 22 Prozent.

Angesichts der starken Zahlen hat ABB die Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Angepeilt wird nun ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen bis unteren „Teens“-Bereich. Bisher lag das Ziel „im hohen einstelligen bis tiefen zweistelligen Bereich“. Die operative Marge soll sich weiterhin zum Vorjahreswert von 19,0 Prozent erhöhen. Im dritten Quartal soll der vergleichbare Umsatz im unteren bis mittleren „Teens“-Bereich wachsen und die EBITA-Marge über derjenigen im Q2 liegen.

Darüber hinaus hat ABB angekündigt, für 5,5 Milliarden Dollar (503 Britische Pence je Aktie) Rotork aus Großbritannien zu übernehmen. Die Akquisition des Anbieters von Durchflusskontrollgeräten und elektrischen Stellantrieben soll im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen sein. Von 2022 bis 2025 sei Rotork laut Angaben aus eigener Kraft im Schnitt um acht Prozent pro Jahr gewachsen. 2026 lag der Umsatz bei einer Milliarden Dollar, die operative Marge bei 24,6 Prozent.

Der Tenor der Experten fiel grundsätzlich positiv aus. Die Geschäftszahlen von ABB seien stark ausgefallen, so Bernstein-Analyst Alasdair Leslie. Er monierte aber, dass die Rotork-Übernahme recht teuer erscheine. Insgesamt sei es ein hochwertiger Zukauf, der das Produktportfolio im Bereich Automation stärke, lobte dagegen RBC-Experte Sebastian Kuenne.

ABB (WKN: 919730)

Die Aktie reagiert zwar mit leichten Verlusten, doch die Zahlen sind stark. ABB setzt den positiven Trend der vergangenen Jahre fort und bleibt nach dem Konzernumbau voll auf Kurs. Die Aktie notiert knapp unter Rekordhoch und ist weiter attraktiv. Auch für den deutschen Wettbewerber Siemens sind die starken Zahlen ein gutes Signal. Der DAX-Titel bleibt auch auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR.

Wofür ist ABB bekannt?

ABB ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern, der Lösungen für Elektrifizierung, Automatisierung, Robotik und Antriebstechnik entwickelt.

Welche Branchen bedient ABB?

ABB liefert Produkte und Dienstleistungen unter anderem für die Industrie, Energieversorgung, Gebäude, Infrastruktur sowie den Transportsektor.

Welche Faktoren beeinflussen die Geschäftsentwicklung von ABB?

Die Nachfrage nach Industrieautomatisierung, Investitionen in die Energiewende sowie die globale Konjunktur zählen zu den wichtigsten Einflussfaktoren.

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