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28.05.2020 Maximilian Völkl

1&1 Drillisch vor Erfolg gegen Telefónica Deutschland – Aktie springt an

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1&1 Drillisch

Im anhaltend freundlichen Marktumfeld kann die Aktie von 1&1 Drillisch am Donnerstag überproportional zulegen. Am Mittwochabend hat der Konzern vermeldet, dass der Schiedsgutachter in einem der Verfahren gegen Telefónica Deutschland die Preiserhöhung des Rivalen für unberechtigt erklären will.

Telefónica hatte im Dezember 2018 Vorleistungspreise rückwirkend um rund 64 Millionen Euro erhöht und dabei Bezug auf die Frequenzauktion 2015 genommen. Laut dem Gutachtenentwurf des Schiedsgutachters ist diese Preiserhöhung aber in volle Höher unberechtigt. 1&1 Drillisch muss damit keine Zahlungen leisten.

Die Preisanpassungsverfahren 2 und 5 sowie das Ergebnis des Preisanpassungsverfahrens 1 laufen derweil weiter. Darin fordert 1&1 Drillisch erhebliche Preisreduktionen. Höhere Preise sind laut Konzernangaben dagegen nicht möglich.

1&1 Drillisch (WKN: 554550)

Für Drillisch ist das Gutachten positiv zu werten. An der Börse setzt die Aktie die Erholung nach dem jüngsten Durchschnaufen damit wieder fort. Langfristig hängt bei dem Telekommunikationskonzern aber alles von der Entwicklung rund um den 5G-Ausbau ab. Hier bleiben viele Risiken. DER AKTIONÄR setzt deshalb weiter auf andere Aktien.

Telefónica Deutschland steht trotz der v-förmigen Erholung ebenfalls nicht auf der Kaufliste. Die Abhängigkeit von der spanischen Konzernmutter steht dem Erfolg der Tochter immer wieder im Weg. 

Telefónica Deutschland (WKN: A1J5RX)