Der DAX ist nach dem Intraday-Reversal am Dienstag zum vierten Mal in Folge über 25.000 Punkten aus dem Handel gegangen. Rückenwind lieferten die US-Verbraucherpreise, die im Juni mit 3,5 Prozent deutlich weniger stiegen als erwartet. Im vorbörslichen Handel drehte das Bild jedoch: Der DAX fiel zeitweise auf rund 24.940 Punkte. Entscheidend bleibt die Marke von 25.000 Zählern. Oberhalb von 25.500 Punkten wäre der Weg zu einem neuen Allzeithoch frei, unterhalb der 50-Tage-Linie droht dagegen ein Rücksetzer bis zur 200-Tage-Linie beziehungsweise 24.000 Punkte.
Bei den Einzelwerten sorgt der positive Ausblick von ASML für Rückenwind in der Chipbranche. Der Konzern erwartet nun einen Jahresumsatz von 43 bis 45 Milliarden Euro statt bislang 36 bis 40 Milliarden. Davon profitieren unter anderem Infineon, Aixtron, Siltronic, Süss MicroTec und Jenoptik. Bei Infineon gilt es, die Marke von 70 Euro zu verteidigen. BASF steht nach einer Outperform-Empfehlung von Bernstein Research mit einem Kursziel von 61 Euro im Fokus. Hochtief profitiert ebenfalls vom Branchentrend, Jefferies hob das Kursziel auf 508 Euro an, beließ die Aktie aber auf „Hold“.
Friedrich Vorwerk meldet einen Wasserstoffauftrag im zweistelligen Millionenbereich für eine Leitung zwischen Emden und Leer. Die Arbeiten sollen im Sommer 2026 beginnen. Redcare Pharmacy erhält Rückenwind von starken DocMorris-Zahlen, muss für ein neues Kaufsignal aber die Marke von 70 Euro nachhaltig überwinden. SAP bleibt nach dem IBM-Schock fragil. Unter 130 Euro droht ein Rücksetzer bis 120 Euro. Neue Impulse könnten heute von den US-Erzeugerpreisen, der Industrieproduktion in der Eurozone und dem Beige Book der Fed kommen.
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