In der heutigen Opening Bell weiten sich die Verluste aus: Die US-Futures tiefrot, der Dow könnte zur Eröffnung deutlich nachgeben. Hintergrund bleiben die Eskalation im Nahen Osten, steigende Öl- und Gaspreise sowie Sorgen um Lieferketten und Inflation. Der DAX verliert rund 3 %, zwischenzeitlich sogar mehr – tiefster Stand seit drei Monaten.
Besonders unter Druck: Chemie- und Konsumwerte. Beiersdorf bricht nach schwachem Ausblick deutlich ein (zeitweise -18 %, Vierjahrestief). Schaeffler rutscht zweistellig ab. Tech ist ebenfalls schwach; bei Nvidia rückt die 200-Tage-Linie in den Fokus. Relativ stark zeigen sich Börsenbetreiber (Deutsche Börse, Nasdaq) als Profiteure der hohen Volatilität. Auch Rüstungs- sowie Öl- und Tankerwerte bleiben gefragt.
Ein Blick in die Historie zeigt: Geopolitische Krisen belasten Märkte oft kurzfristig, nach 6–12 Monaten sind die Verluste meist aufgeholt. Dennoch bleibt die Lage aktuell unübersichtlich – Volatilität hoch, Sentiment fragil. Fazit: Ruhe bewahren, Entwicklungen eng verfolgen.
Martin Weiß, stellvertretender Chefredakteur von DER AKTIONÄR, kennt die Indikationen für den heutigen Handelstag.
Johanna Krämer, Korrespondentin an der Börse Frankfurt, gibt außerdem einen Überblick, was die Märkte bewegt.
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