In der Opening Bell zeigt sich zum Wochenschluss ein etwas freundlicheres Bild an der Wall Street. Auslöser sind schwächere US-Konjunkturdaten: Das BIP-Wachstum im vierten Quartal wird nur noch mit 0,7 Prozent angegeben und liegt damit deutlich unter den Erwartungen.
Paradox für den Markt: Die schwächere Wirtschaft weckt nun die Hoffnung, dass die US-Notenbank doch noch Zinsen senken könnte, was die Aktienkurse stützt.
Im Fokus stehen zudem mehrere Einzelwerte. Adobe reagiert auf den angekündigten Rückzug des langjährigen CEO. Trotz der Unsicherheit durch KI-Konkurrenz sehen einige Anleger die aktuellen Kurse bereits als mögliche Einstiegsgelegenheit. Nutrien und andere Düngerwerte profitieren von den geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus, da ein Teil des weltweiten Düngermarkts durch diese Region läuft und Engpässe befürchtet werden.
Auch Linde rückt in den Blick. Analysten sehen Chancen durch mögliche Engpässe bei Helium, das unter anderem in der Chipproduktion benötigt wird und teilweise aus der Golfregion stammt. Gleichzeitig zeigen China-Autowerte wie Nio technische Erholungstendenzen und könnten bei einem Ausbruch nach oben weiteres Momentum entwickeln.
Im Kryptobereich sorgt eine Stabilisierung des Bitcoin wieder für Bewegung bei Aktien wie Coinbase oder anderen Krypto-Titeln. Insgesamt bleibt die Lage gemischt: Geopolitische Risiken bleiben hoch, gleichzeitig sorgen schwächere Konjunkturdaten für Zinshoffnungen – eine Kombination, die kurzfristig für steigende Kurse sorgen kann, die Märkte aber weiterhin volatil hält.
Martin Weiß, stellvertretender Chefredakteur von DER AKTIONÄR, kennt die Indikationen für den heutigen Handelstag.
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