Der Krieg im Iran hält die Märkte weiterhin fest im Griff und sorgt für hohe Nervosität bei den Anlegern. Am deutschen Aktienmarkt verschärfte sich die Lage gestern noch einmal deutlich. Der DAX geriet im Tagesverlauf stärker unter Druck als bereits zum Wochenstart. Zeitweise rutschte der Leitindex sogar bis auf 23.600 Punkte ab. Zwar gelang es im weiteren Verlauf, einen Teil der Verluste wieder aufzuholen, doch unter dem Strich blieb ein kräftiges Minus von über 3,4 Prozent. Der Handel endete schließlich bei 23.790 Punkten.
Für den heutigen Handelstag ist zunächst offen, in welche Richtung sich der Markt entwickelt. Die internationalen Vorgaben liefern kaum Anlass zur Zuversicht. Vor allem in Asien kam es zu massiven Abgaben. Besonders stark traf es den südkoreanischen Kospi, der zeitweise mehr als zwölf Prozent einbüßte und damit die Nervosität an den globalen Märkten unterstreicht.
Etwas stabiler präsentierte sich dagegen die Wall Street. Wie schon am Montag setzte im Verlauf des Handels eine deutliche Aufholjagd ein. Die US-Indizes konnten ihre zwischenzeitlich hohen Verluste deutlich reduzieren, auch wenn am Ende dennoch rote Vorzeichen auf der Kurstafel standen.
Insgesamt bleibt die Lage äußerst angespannt. Die geopolitischen Entwicklungen dominieren weiterhin das Marktgeschehen und sorgen für starke Schwankungen. Anleger dürften daher auch heute sehr genau auf neue Nachrichten aus dem Nahen Osten achten, die den Ton an den Börsen vorgeben könnten.
Bei den Einzelwerten geht es heute um CrowdStrike, Target, Volkswagen, Lufthansa, Zalando und Redcare Pharmacy. Marco Uome informiert über die Lage an den Märkten.