Im schwachen Gesamtmarkt kann die Aktie des dänischen Biopharma-Unternehmens um knapp zwei Prozent an der Heimatbörse in Kopenhagen zulegen und sich damit wieder etwas von den jüngsten Verlaufstiefs nach oben absetzen. Sogar eine noch kritischere Einschätzung von Deutsche Bank Research schüttelt der Blue Chip ab.
Die Experten haben das Papier von Novo nach der Diabetes-Konferenz EASD (European Association for the Study of Diabetes) erneut genauer unter die Lupe genommen. Die Einstufung lautet weiterhin "Sell", der Zielkurs wurde abermals um 20 auf nun 225 Dänische Kronen (30,10 Euro) zusammengestrichen. Das liegt im Bereich des Mehrjahrestiefs von 224,25 Kronen.
Deutsche-Bank-Analyst Emmanuel Papadakis wertete die Ergebnisse der Konferenz als leicht negativen Faktor für das dänische Unternehmen.
Novo hatte die Fachkonferenz genutzt, um zahlreiche neue Studienergebnisse zu präsentieren. Allerdings konnte das Unternehmen die Anleger damit erneut nicht vom Hocker reißen. Der große amerikanische Wettbewerber Eli Lilly gibt weiter den Takt vor.
Indes richtet sich der Fokus auf die bevorstehenden Meilensteine, die im vierten Quartal bei den Europäern zu erwarten sind. Unter anderem werden richtungsweisende Daten zum Leber-Hoffnungsträger Efruxifermin erwartet. Novo hatte sich den Wirkstoff im vergangenen Jahr durch die milliardenschwere Übernahme von Akero einverleibt.
Darüber hinaus steht der FDA-Zulassungsentscheid bei CagriSema auf der Agenda. Die Erwartungen an das Kombi-Präparat bestehend aus Cagrilintid und Semaglutid sind in den vergangenen Quartalen allerdings deutlich gesunken, da sich der Hoffnungsträger nicht signifikant von den bisherigen Ergebnissen aus dem Hause Eli Lilly abheben konnte.
Novo hat viele Baustellen vor der Brust und es wird dauern, bis der Konzern das Vertrauen des Kapitalmarktes nachhaltig zurückgewinnen kann. Die Aktie fiel vor Kurzem unter den Stopp des AKTIONÄR bei 33 Euro und wurde verkauft. Anleger setzen sich den Biopharma-Titel auf die Watchlist.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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