Das US-amerikanische Chemieunternehmen FMC Corporation rutscht immer tiefer in die Krise. Der Entwickler und Vertreiber von Pflanzenschutzmitteln kürzt seine Zielvorgaben für das dritte Quartal drastisch. Auch die Aktie von BASF und Bayer reagieren in einer ersten Reaktion mit leichten Kursabschlägen, da beide Konzerne ebenfalls im Bereich Crop Science agieren.
Die amerikanische FMC erklärte am Donnerstag in einer Pressemitteilung, dass die Nachfrage geringer als erwartet ausgefallen sei. Die Gesellschaft erwartet lediglich einen Umsatz zwischen 65 und 125 Millionen Dollar. "Der Umsatz im dritten Quartal ohne Indien wird voraussichtlich zwischen 840 Millionen und 900 Millionen US-Dollar liegen, was im Vergleich zum dritten Quartal 2025 einem Rückgang von neun Prozent (im Mittel) entspricht", erwartete der Konzern noch Ende Juli.
Eine verheerende Entwicklung, die sich auch auf die Profitabilität niederschlägt. Beim bereinigten EBITDA soll ein Verlust zwischen 510 und 565 Millionen Dollar im dritten Quartal angefallen sein. Zuvor stellte FMC hier ein Plus von 120 bis 140 Millionen Dollar in Aussicht.
Die revidierten Erwartungen würden nun geschäftliche Maßnahmen, die zu Aufwendungen in Höhe von etwa 625 bis 675 Millionen Dollar führen, die sich auf den Umsatz und das bereinigte EBITDA auswirken, berücksichtigen. Es werde erwartet, dass diese Maßnahmen den Absatz von FMC-Produkten über den Vertriebskanal beschleunigen und damit die künftige Nachfrage nach Nachschub unterstützen, heißt es weiter.
Zur Stunde bricht die Aktie der FMC Corporation um rund 45 Prozent ein. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern mit schwachen Prognosen den Markt geschockt (DER AKTIONÄR berichtete).
Die Kursverluste bei der FMC-Aktie sprechen Bände; Anleger sollten keineswegs ins fallende Messer greifen. Die schwache Prognose der Gesellschaft belastet auch die Papiere von BASF und Bayer, wenngleich die beiden DAX-Unternehmen wesentlich breiter aufgestellt und nicht nur vom Crop-Science-Markt abhängig sind.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer und BASF.
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