Der belgische Radiopharma-Spezialist Ion Beam Applications (IBA) hat in der zurückliegenden Handelswoche erneut für positiven Newsflow gesorgt. Das spiegelt sich in steigenden Notierungen beim AKTIONÄR-Hot-Stock wider, der das 52-Wochen-Hoch wieder ansteuert. Ein nachhaltiger Sprung darüber könnte bei der günstig bewerteten Aktie zügig weiteres Kurspotenzial freisetzen.
Das Medizintechnik-Unternehmen avanciert immer stärker zum Schlüsselspieler entlang der radiopharmazeutischen Wertschöpfungskette. Diese gewinnt immer mehr an Bedeutung, da sich peu à peu mehr Wirkstoffe dieser Klasse in pivotalen Zulassungsstudien befinden oder gar den Weg gen Zulassung bereits eingeschlagen haben. Erst in dieser Woche konnte der Pharma-Riese Bristol Myers Squibb positive Topline-Ergebnisse aus der Zwischenanalyse der Phase-3-Studie ACTION-1 mit RYZ101 bei Patienten mit gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NETs) erzielen.
Spannend in diesem Zusammenhang: Ein Teil der radiopharmazeutischen, zielgerichteten Therapie ist das Alpha-Strahler-Radioisotop Actinium-225 (225Ac). IBA will dieses über das Joint Venture PanTera mit dem Partner SCK CEN (dem belgischen Nuklearforschungszentrum) im großen Stil produzieren.
Auftrag aus den USA
Indes wurde IBA auserkoren, die Expansion eines führenden Herstellers von Radiopharmazeutika in den USA zu unterstützen. Die Belgier sollen zwölf "Cyclone"-KIUBE-Systeme liefern. Mit diesen PET-Zyklotronen lassen sich Radioisotope produzieren. Der Preis pro System variiert und liegt zwischen 2,5 und fünf Millionen Euro. Die Order dürfte also mindestens 30 Millionen Euro betragen.
Darüber hinaus hat der Weltmarktführer in der Protonentherapie mit Framatome ein Joint Venture mit dem Namen "Ekalia" ins Leben gerufen. Das Ziel der Zusammenarbeit über die Neugründung besteht darin, ein internationales Netzwerk von Produktionsstätten für Astat-211 (²¹¹At) im industriellen Maßstab in Kundennähe aufzubauen. Auch hierbei handelt es sich um ein vielversprechendes Radioisotop für mögliche zukünftige gezielte Krebstherapien.
Die Radiopharma-Branche entwächst ihren Kinderschuhen und das internationale Netzwerk wächst, um möglichst vielen Krebspatienten den Zugang zu neuartigen theranostischen Produkten zu ebnen. IBA nimmt hier eine extrem wichtige Rolle ein. Mit einem KGV von 15 ist die Aktie für die Aussichten viel zu günstig bewertet. Mutige Anleger greifen zu und setzen auf eine zeitnahe weitere Kaufwelle.
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