Starke Performance in der laufenden Handelswoche: Die Aktie der schwedischen Biotech-Gesellschaft Camurus ist auf ein frisches Mehrmonatshoch gestiegen und hat damit einen wichtigen charttechnischen Widerstand aus dem Weg geräumt.
Rückenwind verleiht eine optimistische Analystenstudie aus dem Hause Nordea. Der zuständige Experte Mattias Haggblom rät weiter zum Kauf der Biotechnologie-Aktie. Das Kursziel wurde von 914 auf satte 950 Schwedische Kronen angehoben (umgerechnet 84,46 Euro). Das entspricht einem Upside-Potenzial von derzeit gut 45 Prozent.
Häggblom hebt in seiner Studie die Zusammenarbeit mit Eli Lilly im Bereich Adipositas sowie die anstehenden Phase-3-Daten aus der SORENTO-Studie zu der seltenen Krebsart GEP-NET hervor. Zudem biete das Kerngeschäft im Bereich der Opioidabhängigkeit nun Aufwärtspotenzial.
GEP-NET steht für einen gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumor. Camurus rechnet sich im Erfolgsfall mit dem Wirkstoff CAM2029 ein Spitzenumsatzpotenzial von eineinhalb bis gut zwei Milliarden Dollar in dieser Indikation aus. Richtungsweisende Daten sollen im laufenden vierten Quartal vorgelegt werden.
CAM2029 ist in der Europäischen Union und in Großbritannien bereits zur Behandlung von Akromegalie zugelassen. Das erwartete Spitzenumsatzpotenzial bei dieser Erkrankung beziffert Camurus auf lediglich 180 bis 280 Millionen Dollar. Ein Erfolg von CAM2029 bei GEP-NETs könnte das adressierbare Marktpotenzial deutlich erweitern.
Camurus ist bereits kommerziell aktiv und arbeitet profitabel. Die Gewinne können wiederum in die Forschung fließen. Die bevorstehenden Daten im Bereich der Onkologie dürften bei der Camurus-Aktie für ordentlich Bewegung sorgen. DER AKTIONÄR bleibt zuversichtlich gestimmt, dass die Skandinavier hier liefern können. Die Aktie bleibt nur risikobewussten Anlegern vorbehalten, die ihre Position mit einem Stopp bei 40 Euro absichern.
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