Die verbesserte Stimmung für KI-Aktien hat auch Siemens Energy zuletzt wieder angetrieben. Vom Verlaufstief in der vergangenen Woche hat sich der Energietechnikkonzern mittlerweile deutlich gelöst. Die Umbenennung in Omterra kann derweil kommen, nachdem die Verbindungen zur alten Mutter Siemens immer weiter gekappt werden.
Mit Matthias Rebellius, CEO der Sparte Smart Infrastructure von Siemens, verlässt der letzte Vertreter von Siemens sechs Jahre nach der Abspaltung den Aufsichtsrat von Siemens Energy. Auf eigenen Wunsch verlässt Rebellius, dessen Vertrag bei Siemens ebenfalls im September ausläuft, zum Monatsende das Kontrollgremium. Nachfolger im Aufsichtsrat wird der ehemalige Nokia-Chef Pekka Lundmark.
Die Beteiligung von Siemens beläuft sich mittlerweile auf keine fünf Prozent mehr. Einen Anspruch auf einen Sitz im Aufsichtsrat hat der Konzern damit ohnehin nicht mehr. Der ehemalige Siemens-Chef Joe Kaeser bleibt aber Chef des Gremiums.
Neuer Auftritt als Omterra
Mit dem neuen Namen Omterra will sich Siemens Energy ohnehin von der Marke Siemens lösen. Der Konzern will sich damit Lizenzgebühren sparen und einen eigenen Markenauftritt schaffen. Man sei gut aufgestellt, habe „das Vertrauen unserer Kunden und des Kapitalmarkts gewonnen, unsere Profitabilität verbessert und ehrgeizige Wachstumspläne für die kommenden Jahre“, zeigte sich Konzernchef Christian Bruch im Juli zuversichtlich, dass die Änderung problemlos gelingt. Dank der aktuell starken Position sei jetzt der richtige Zeitpunkt, den Übergang zu einer eigenen Marke einzuleiten, so Bruch.
Siemens Energy löst sich von Siemens. Viel wichtiger ist aber, dass der KI-Boom dafür sorgt, dass die Auftragslage sowie die Umsatz- und Gewinnentwicklung weiter stimmen. Die Aktie muss sich jetzt zwar noch nachhaltig aus dem leichten Abwärtstrendkanal lösen. Langfristig sind die Aussichten aber unverändert gut, die Aktie bleibt auf der Empfehlungsliste.
Heute, 08:35
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