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17.03.2022 Emil Jusifov

Microsoft investiert in Blockchain-Startup

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Microsoft

Seit Beginn der Corona-Krise hat Microsoft den Anteil seiner Übernahmen und Beteiligungen deutlich ausgebaut. Für großes Aufsehen sorgte zuletzt der Kauf des Gaming-Spezialisten Activision Blizzard. Und der Softwareriese bleibt weiter hungrig und investiert nun in ein aussichtsreiches Krypto-Startup.

Hierbei handelt es sich um Consensys, das am Dienstag im Rahmen einer Finanzierungsrunde 450 Millionen Dollar eingesammelt hat und eine Bewertung von sieben Milliarden Dollar erreichte. Zu den neuen Investoren zählen neben Microsoft auch Softbank und die Investmentgesellschaft Temasek aus Singapur.

Consensys bietet eine Reihe von Blockchain-Produkten an, die auf der Ethereum-Plattform aufbauen. Zu den bekanntesten Produkten von Consensys gehören das Krypto-Wallet MetaMask und Infura. Infura ist ein Framework, das Entwickler bei der Programmierung von Ethereum-Apps – auch DApps genannt – unterstützt.

Die meisten Einnahmen von Consensys beruhen auf Transaktionsgebühren, die beim Handel von Krypto-Tokens über MetaMask entstehen. MetaMask zählte zuletzt über 30 Millionen monatlich aktive Nutzer. Infura wird bereits von über 430.000 Entwicklern weltweit genutzt.

Consensys ist schon das zweite Krypto-Startup, an welchem sich Microsoft beteiligt. Im September investierte der Softwarekonzern in Palm NFT Studio, das eine Entwicklungsumgebung für sogenannte Non-Fungible Tokens (NFTs) bereitstellt. Microsofts Engagement in der Krypto-Szene dürfte unter anderem mit dem Aufkommen des Web3 zusammenhängen. Web3 steht für ein neues dezentrales Internet, das auf der Blockchain-Technologie basiert.

Microsoft (WKN: 870747)

Mit der Investition in Consensys baut sich Microsoft ein Standbein in der Krypto-Branche auf, einem der wichtigsten Zukunftsmärkte überhaupt. Gerade der Handel mit Krypto-Tokens dürfte künftig massiv zunehmen, wenn Metaverse-Dienste auf den breiten Markt kommen. Microsoft gilt neben Meta Platforms als Metaverse-Pionier. Anleger bleiben investiert.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Microsoft.

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