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21.03.2022 Emil Jusifov

Meta Platforms: Darum fällt die Aktie

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Meta Platforms

Die Meta-Papiere geraten heute nach Eröffnung der US-Börsen unter Druck und notieren knapp drei Prozent im Minus. Grund dürfte die Nachricht sein, dass die Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram in Russland nun als "extremistisch" verboten wurden. Ein entsprechender Antrag der Generalstaatsanwaltschaft wurde am Montag von einem Gericht in Moskau angenommen.

Die beiden Dienste sind in Russland bereits blockiert und der ebenfalls zum US-Konzern Meta gehörende Messenger-Dienst WhatsApp soll dem Gericht zufolge nicht betroffen sein.

Hintergrund des Vorgehens der russischen Justiz ist eine Entscheidung von Meta, Aufrufe zur Gewalt gegen russische Truppen in der Ukraine zuzulassen. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter ist nicht mehr aufrufbar. Menschen in Russland befürchteten zunächst, dass auch WhatsApp abgeschaltet werden könnte. Aktivisten kritisieren eine zunehmende Internet-Zensur im flächenmäßig größten Land der Erde.

Meta hatte im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine Regel-Lockerungen bekannt gegeben. Als Beispiel für eine Ausnahme bei Äußerungen, die normalerweise gegen Richtlinien verstoßen hätten, nannte ein Facebook-Sprecher den Satz "Tod den russischen Eindringlingen".

Das sorgte in Moskau für große Empörung. Später präzisierte Meta die Regeln für Inhalte-Prüfer: Sie gelten demnach nur in der Ukraine, und Gewaltaufrufe dürfen nicht gegen Russen generell oder gegen Staatschefs wie Wladimir Putin gerichtet sein.

Meta Platforms (WKN: A1JWVX)

Das Russland-Aus dürfte für Meta zu verschmerzen sein, das Unternehmen erzielt in Russland weniger als ein Prozent seiner Umsätze. Dennoch war Metas Aktion unglücklich und nicht gut für das angeschlagene Image des Internet-Giganten (DER AKTIONÄR berichtete). Der Konzern sollte künftig ausnahmslos gegen jegliche Form von Gewaltaufrufen auf seiner Plattform vorgehen. Anleger lassen die Gewinne laufen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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