Der Bticoin hat zuletzt wieder etwas nachgeben und testet aktuell die Unterstützung bei 82.000 Dollar. Während die Krypto-Bullen also weiter auf den Ausbruch warten, warnt ein prominenter Krypto-Forscher warnt vor einer neuen Gefahr für Bitcoin und Co.
Die Krytobranche diskutiert aktuell über ein bislang vielleicht unterschätztes Risiko: Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz könnten die mathematischen Grundlagen heutiger Blockchain-Systeme schneller infrage stellen als Quantencomputer.
Neue Gefahr durch KI?
Auslöser der neuen Sorgen ist eine Warnung des Krypto-Forschers Justin Drake. Er hält es für denkbar, dass Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz die mathematischen Grundlagen heutiger Kryptografie aushebeln. Im Fokus steht die Kryptografie auf Basis elliptischer Kurven, die auch Bitcoin nutzt.
Im Worst Case könnte ein neuer mathematischer Durchbruch laut Drake dazu führen, dass sich private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln deutlich schneller berechnen lassen. Er hält sogar einen Zeitraum von Monaten für denkbar. Einen solchen Angriff gibt es bislang jedoch nicht. Die These beschreibt ein mögliches Zukunftsszenario, keine aktuelle Sicherheitslücke.
„Bunker-Modus“ für Bitcoin
Drake empfiehlt deshalb eine kontrollierte Migration auf frische Bitcoin-Adressen. Bei bestimmten Adressen ist zunächst nur ein Hash des Public Keys öffentlich. Wird eine Transaktion signiert, wird der Public Key offengelegt. Verbleibende Coins könnten anschließend auf eine neue Adresse verschoben werden.
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin unterstützt den Appell von Drake, rät aber ausdrücklich von hektischen Umschichtungen ab. Fehler bei einer Migration könnten selbst zu Verlusten führen.
Auch Quanten-Krypto nicht sicher?
Buterin weitet die Warnung sogar aus. Auch sogenannte Post-Quanten-Verfahren könnten durch neue mathematische Erkenntnisse geschwächt werden. Ethereum setzt deshalb langfristig stärker auf hashbasierte Kryptografie.
Während der Bitcoin am Donnerstag die wichtige Unterstützung bei 82.000 Dollar testet, wachsen im Hintergrund die Sorgen um die Sicherheit der Kryptowährung. DER AKTIONÄR erwartet jedoch nicht, dass die Kryptographie, die den Bitcoin schützt zeitnah geknackt wird. Anleger bewahren Ruhe und warten den Ausbruch beim Bitcoin ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
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