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DAX und Co: Zinssorgen belasten – DAX unter 15.500 – Mercedes sowie Elmos formidabel – Allianz und Deutsche Post auf der Verliererliste

DAX und Co: Zinssorgen belasten – DAX unter 15.500 – Mercedes sowie Elmos formidabel – Allianz und Deutsche Post auf der Verliererliste
Foto: NikoNomad/Shutterstock
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17.02.2023, 18:45 ‧ Carsten Kaletta

Wieder größere Zinssorgen haben den DAX am Freitag einen Teil seines Wochengewinns gekostet. Der deutsche Leitindex beendete den Handel bei 15.482 Punkten mit minus 0,3 Prozent. Das bisherige Jahreshoch von 15.658 Zählern (9. Februar) hat damit weiterhin Bestand. Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es indes um 0,6 Prozent auf 28.858 Punkte nach unten. 

DAX (WKN: 846900)

Das Wochenplus verringerte sich mit dem Ergebnis vom Freitag auf 1,1 Prozent. "Der Dax hat es in diesem Jahr noch nicht geschafft, mit einem Wochenschlusskurs über 15 500 Punkten abzuschließen. Das verdeutlicht die starke Widerstandszone in diesem Bereich", schrieb Analyst Salah Bouhmidi vom Broker IG. 

Die Furcht vor hohen Zinsen treibt die Anleger nach jüngst robusten US-Konjunkturdaten wieder stärker um - und deckelt die Kurse. Signale an die US-Notenbank Fed, ihren Zinserhöhungskurs zur Inflationsbekämpfung ändern zu müssen, gaben die Daten nicht. Auch die Europäische Zentralbank will die Zinsen weiter anheben. Zuletzt warnte Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel, die Finanzmärkte könnten die Entschlossenheit der EZB im Kampf gegen die hohe Inflation unterschätzen. 

Unternehmensseitig standen vor dem Wochenende die Geschäftszahlen von Allianz und Mercedes-Benz im Fokus. Der Versicherer wies für 2022 einen operativen Rekordgewinn aus und übertraf damit die Analystenerwartungen. Dennoch büßten die Aktien als einer der größten Verlierer im Dax 1,9 Prozent ein. Ein Börsianer sprach von wie üblich soliden Zahlen - "mehr aber nicht". Am Vortag hatte Analyst Michael Huttner von der Privatbank Berenberg den Anlegern Hoffnung auf einen weiteren größeren Aktienrückkauf gemacht. Diese erfüllte sich aber nicht. 

Beim Stuttgarter Autobauer sorgten das Zahlenwerk für 2022 und der Ausblick auf 2023 ebenso wie die Ankündigung eines milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms für ein Kursplus von 2,8 Prozent. Damit führten die Titel die Gewinnerliste im Leitindex an. 

Negative Analystenaussagen belasteten Deutsche Post und Gea . Die Aktien des Logistikkonzerns büßten 1,3 Prozent ein, nachdem die US-Bank JPMorgan sie abgestuft hatte. Beim Anlagenbauer Gea sieht Barclays-Analyst Lars Brorson die Margenstory in Gefahr. Gea verloren im MDax 1,8 Prozent. 

Die Aktien des Halbleiterunternehmens Elmos setzten ihre Rekordrally fort, es half dabei eine frische Kaufempfehlung von Hauck Aufhäuser Investment Banking. Zum Handelsende standen sie an der Spitze im Nebenwerteindex SDax 6,9 Prozent höher. 

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