Bis kommende Woche Freitag läuft noch das verlängerte Tauschangebot der UniCredit bei der Commerzbank. Am Ende dürfte eine Beteiligung von mehr als 40 Prozent für die Italiener zu Buche stehen. Vor dem Angebot waren es unter 30 Prozent. Privatanleger hat die Offerte der UniCredit scheinbar so gar nicht beeindruckt, wie Zahlen der Commerzbank zeigen.
Das Wichtigste kurz und knapp
• Die verlängerte UniCredit-Offerte bei der Commerzbank läuft noch bis kommenden Freitag, ein Ergebnis wird für den 8. Juli erwartet.
• Privatanleger und institutionelle Investoren haben das Angebot bisher nur sehr zurückhaltend angenommen.
• Trotz des Fortschritts ist die Übernahme noch nicht abgeschlossen.
Die Commerzbank hat sich erneut zu den der UniCredit bisher angedienten Aktien geäußert. In einer Mitteilung weisen die Frankfurter daraufhin, dass nur rund 0,05 Prozent der Privatanleger das Tauschangebot der Italiener bisher angenommen hätten. Bei Großinvestoren wie Fonds und anderen institutionellen Anlegern belaufe sich die Quote auf nur rund ein Prozent.
Das scheint zu bestätigen, dass vor allem mit der UniCredit verbundene Finanzinstitute die restlichen Anteile angedient haben. Denn insgesamt haben die Mailänder im Rahmen der regulären Angebotsfrist mehr als zwölf Prozent der Commerzbank-Aktien eingesammelt. Schon länger steht der Verdacht im Raum, dass UniCredit ihre Position künstlich aufgeblasen haben könnte, um den Eindruck zu erwecken, dass die Übernahme nur noch eine Formalität sei.
Am 8. Juli soll das endgültige Ergebnis der bis kommenden Freitag verlängerten Angebotsfrist voraussichtlich bekannt gegeben werden. Eine Erhöhung der aktuellen Offerte hatte UniCredit-CEO Andrea Orcel diese Woche abgelehnt. Der implizite Angebotspreis liegt derzeit bei 37,49 Euro und damit nur wenige Cent über dem Börsenkurs.
Auch wenn es keine Erhöhung des Angebots gibt, für Aktionäre dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Denn am Ziel ist die UniCredit noch nicht, der Übernahmeprozess dürfte sich noch längere Zeit hinziehen. Investierte Anleger bleiben daher nach wie vor dabei.
FAQs zur Commerzbank
Was macht die Commerzbank?
Die Commerzbank ist eine der führenden Banken in Deutschland. Sie betreut Privatkunden, Firmenkunden und institutionelle Investoren. Nach der Deutschen Bank ist die Commerzbank die zweitgrößte börsengelistete Bank Deutschlands.
Ist die Commerzbank-Aktie im DAX gelistet?
Ja, die Commerzbank-Aktie ist im DAX gelistet und zählt damit zu den wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland.
Zahlt die Commerzbank eine Dividende?
Ja, die Commerzbank zahlt grundsätzlich eine Dividende. Die Höhe hängt von der Geschäftsentwicklung, der Kapitalausstattung und den Beschlüssen von Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung ab. In den vergangenen Jahren wurde sie mehrfach kräftig erhöht. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden 1,10 Euro je Aktie gezahlt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
Heute, 10:07