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39 Prozent plus Derivate: UniCredit baut Einfluss bei Commerzbank aus

39 Prozent plus Derivate: UniCredit baut Einfluss bei Commerzbank aus
Foto: ROPI/Salmoirago/Fotogramma/picture alliance/dpa
Commerzbank AG -%
Fabian Strebin Heute, 07:33 Fabian Strebin

Die UniCredit hat zum Ende der regulären Frist des freiwilligen Übernahmeangebots nun offengelegt, wie viele Aktien ihr angedient wurden. Doch wie erwartet geht die Umtauschfrist in die Verlängerung bis Juli. Zudem besitzen die Italiener über Derivate noch weiteren Zugriff.

Das Wichtigste kurz und knapp

• Die UniCredit hat sich direkt und indirekt einen deutlich größeren Zugriff auf Commerzbank-Aktien gesichert als zunächst erwartet.
• Für Aktionäre läuft die Nachfrist bis zum 3. Juli, das endgültige Ergebnis soll am 8. Juli kommen.
• Der weitere Kurs der Commerzbank-Aktie hängt nun auch von der geopolitischen Lage und der Marktstimmung ab.

Die UniCredit hat nach Ablauf der regulären Annahmefrist direkten Zugriff auf rund 39 Prozent der Commerzbank-Aktien. Bis zum Ablauf der Angebotsfrist vom 5. Mai bis zum 16. Juni bekam die UniCredit nach eigenen Angaben 12,5 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient. Dies teilte die UniCredit am Freitag in Mailand mit. Zusammen mit den 26,8 Prozent, die die Italiener vor der Offerte hielten, würde der Anteil der UniCredit an Deutschlands zweitgrößter börsennotierter Bank rechnerisch auf 39,3 Prozent steigen.

Damit hat sich die Position im Vergleich zur Mitteilung vom 16. Juni kaum geändert. Wie erwartet können die Anteilseigner der Commerzbank ihre Aktien bis zum 3. Juli innerhalb einer Nachfrist weiter in UniCredit-Papiere umtauschen. Das finale Ergebnis soll voraussichtlich am 8. Juli veröffentlicht werden, teilte die UniCredit mit.

Über die rechnerisch 39 Prozent hinaus hat sich das Mailänder Institut über Kaufoptionen mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert und hält weitere Finanzinstrumente und käme so nach eigenen Angaben auf 42,50 Prozent. "Dieser Prozentsatz steigt auf 44,33 Prozent, sobald die Commerzbank ihre eigenen Aktien im Bestand einzieht, wozu sie sich verpflichtet hat", rechnete die UniCredit vor.

Am Freitag kostete eine Aktie der italienischen Bank zum Handelsschluss 79,52 Euro. Damit wird eine Commerzbank-Aktie umgerechnet mit 38,57 Euro bewertet. Der Kurs des Commerzbank-Papiers lag mit 38,37 Euro leicht darunter. Allerdings ist bei der Rechnung der zu erwartende Abschlag für eine Zwischendividende der Italiener im Herbst nicht enthalten.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Am Ende konnte die UniCredit deutlich mehr Aktien als erwartet einsammeln. Das dürfte wahrscheinlich daran liegen, dass unterstützende Investmentbanken ordentlich mitgeholfen haben. Die Papiere der Commerzbank gehören aber dennoch der UniCredit. Am Sachverhalt ändert das nichts. Bleibt es im Nahen Osten ruhig und steuert die Region auf Frieden zu, dann sollte das auch der Aktie der Commerzbank Rückenwind geben. Investierte bleiben an Bord.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

FAQs zur Commerzbank

Was macht die Commerzbank?


Die Commerzbank ist eine der führenden Banken in Deutschland. Sie betreut Privatkunden, Firmenkunden und institutionelle Investoren. Nach der Deutschen Bank ist die Commerzbank die zweitgrößte börsengelistete Bank Deutschlands.

Ist die Commerzbank-Aktie im DAX gelistet?


Ja, die Commerzbank-Aktie ist im DAX gelistet und zählt damit zu den wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland.

Zahlt die Commerzbank eine Dividende?

Ja, die Commerzbank zahlt grundsätzlich eine Dividende. Die Höhe hängt von der Geschäftsentwicklung, der Kapitalausstattung und den Beschlüssen von Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung ab. In den vergangenen Jahren wurde sie mehrfach kräftig erhöht. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden 1,10 Euro je Aktie gezahlt.

Enthält Material von dpa-AFX

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