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Wall Street: Die US‑Jobdaten sind da

Wall Street: Die US‑Jobdaten sind da
Foto: FOTOGRIN/Shutterstock
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Jan-Paul Fóri Heute, 14:30 Jan-Paul Fóri

Das Bureau of Labor Statistics hat am Freitag den neuen Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Im Mai wurden außerhalb der Landwirtschaft 172.000 neue Stellen geschaffen und damit deutlich mehr als die erwarteten 85.000 Arbeitsplätze. Der DAX reagierte darauf mit einem Kurssprung.

Auch der Vormonat wurde nach oben revidiert. Für April meldete das US-Arbeitsministerium nun einen Stellenaufbau von 179.000 Jobs. Die Arbeitslosenquote verharrte wie erwartet bei niedrigen 4,3 Prozent.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der amerikanische Arbeitsmarkt trotz hoher Zinsen weiterhin bemerkenswert widerstandsfähig präsentiert. Unternehmen bleiben bei Neueinstellungen zwar grundsätzlich vorsichtig, gleichzeitig sind Entlassungen nach wie vor selten. Die Befürchtungen einer stärkeren Abschwächung durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz spiegeln sich dagegen bislang nicht in den offiziellen Beschäftigungsdaten wider.

US-Wirtschaft weiter robust

Für die US-Wirtschaft sind das gute Nachrichten. Der Konsum, der rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmacht, wird maßgeblich durch einen stabilen Arbeitsmarkt gestützt. Entsprechend solide präsentiert sich auch das gesamtwirtschaftliche Bild. Nach einem Wachstum von 1,6 Prozent im ersten Quartal deuten aktuelle Schätzungen der Atlanta Fed sogar auf eine Beschleunigung auf rund 3,0 Prozent im zweiten Quartal hin.

Auswirkung auf die US-Geldpolitik

Für die US-Notenbank Fed dürften die Zahlen hingegen ein weiterer Grund sein, vorerst an ihrer abwartenden Haltung festzuhalten. In den vergangenen Monaten hatten mehrere Währungshüter bereits signalisiert, dass die Sorgen um den Arbeitsmarkt deutlich nachgelassen haben. Stattdessen rückt die Inflation wieder stärker in den Fokus der Geldpolitik.

Infront Nasdaq 100 (WKN: A0AE1X)

In einer ersten Reaktion nach der US-Jobdatenveröffentlichung zuckt der DAX leicht nach oben. Die US-Futures präsentieren sich dagegen uneinheitlich: Während der Dow Jones stärker in den Handel starten dürfte, zeichnen sich für den S&P 500 und den Nasdaq 100 leicht Abgaben ab. 

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