22.05.2020 DER AKTIONÄR

Vergessen Sie DAX und DOW - Mit welchen Indizes Sie wirklich Geld verdienen

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DAX

Vor rund 32 Jahren schlug die Geburtsstunde des Deutschen Aktienindex DAX. Erfinder war Frank Mella, damals in Diensten der Börsen-Zeitung.

Viele Krisen hat der DAX seitdem gemeistert, etwa die Asienkrise, die Internetblase, 9/11 oder die Finanzkrise. Auf lange Sicht hat sich der deutsche Leitindex ganz hervorragend geschlagen. Pro Jahr kommt der DAX auf ein durchschnittliches Plus von rund 7,5 Prozent. Nicht schlecht, vor allem wenn man sich die DAX-Zusammensetzung ansieht. Lässt man diese über die letzten Jahrzehnte Revue passieren, so sieht das doch alles ein bisschen aus wie ein Blick ins Industriemuseum. Klangvolle Namen, die man findet, die alle nicht mehr dabei sind: Nixdorf Computer zum Beispiel, Höchst oder Mannesmann.

Darf es etwas moderner sein?

Und trotzdem wirkt die aktuelle Zusammensetzung des DAX noch immer etwas oldschool, etwas angestaubt, altbacken. Schwergewichte sind etwa die Allianz, Linde, Siemens und Bayer sowie die problembehafteten deutschen Automobilhersteller. Hightech im deutschen Leitindex?

Wenig, bis auf SAP. Ein bisschen mehr Dynamik könnte der DAX schon vertragen. Ein bisschen moderner könnte der Anstrich schon sein. Ähnlich geht es dem Dow Jones – dem Welt-Leitindex. Auch der ist in die Jahre gekommen und besteht größtenteils aus eher bodenständigen Industriekonzernen. Wer auf den kompletten DAX-Index setzt, der kauft einen ganzen Strauß kunterbunter Firmen. Viele sind dabei, die man nicht unbedingt im Portfolio haben möchte. Warum also nicht einen neuen Index kreieren? Einen Index mit mehr Dynamik, einen, der die besten Firmen einer ganzen Branche oder die besten Firmen eines ganz besonderen Themas beinhaltet? 

Neue Index-Rezepte

Das Team von DER AKTONÄR hat in den letzten Monaten die Köpfe zusammengesteckt und nach spannenden Branchen und Themen gesucht. Viele Indizes des aktionär treffen den Nerv der Zeit, setzen auf trendige Themen wie Wasserstoff oder den Klimawandel. Andere sind vielleicht weniger hip, punkten aber mit einer guten Aktienauswahl und beinhalten die weltweit stärksten Unternehmen. Das Gute an den Indizes: Anleger haben nicht die Qual der Wahl. Sie müssen nicht ein einziges Unternehmen aus vielen herausfiltern. Nehmen wir den GAFAM Index. Dieser beinhaltet mit Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft alle Hightech-Trendsetter.

Noch stärker zum Tragen kommt das Ganze etwa beim E-Mobility Wasserstoff Index. Große Firmen wie Linde oder Air Liquide sorgen für Stabilität, kleinere Firmen wie Nel oder Powercell und ITM sorgen für das Salz in der Suppe. Der Index ist spekulativ, aber durchaus ausgewogen. Läuft es bei einer Firma nicht wie gewünscht, wirft das nicht den ganzen Index aus der Bahn. Hätte man als Anleger dagegen nur auf diese eine Firma gesetzt, müsste man herbe Verluste verkraften oder das Geld wäre weg.

Neue Trends, neue Indizes

Lassen Sie sich auf den nächsten Seiten überraschen. Für jeden Anlegergeschmack sollte das richtige Index-Rezept dabei sein. Am Ende des Artikels finden Sie eine große Zertifikate-Auswahl, um von der Entwicklung der jeweiligen Indizes zu profitieren.

Die Börsen-Elite - +41,0% Performance seit 01.01.19

20 der weltweit stärksten Aktien in einem Korb – das bietet Anlegern bereits seit mehreren Jahren der Titan 20 Index. Der Index wird stetig von der Redaktion des AKTIONÄR überprüft. Das Ziel: Nur die stärksten und widerstandsfähigsten Aktien rund um den Globus sollen im Index vertreten sein. 

Bei zahlreichen Trends dabei

Dank der breiten Streuung profitiert der Titan 20 Index gleich von zahlreichen verschiedenen Trends. Aktuell ist die Aktie von Newmont im Zuge der Goldpreis-Rallye die am stärksten gewichtete Aktie geworden. Auf Rang 2 liegt die Technologieperle Nvidia, knapp vor dem „Evergreen“ Apple. 

Nicht fehlen dürfen natürlich auch konstante Renditebringer wie etwa Microsoft, Mastercard oder Amazon. Es dürfte nur wenige Börsianer überraschen, dass der Großteil der Unternehmen aus den USA stammt.

Der „alte Kontinent“ Europa wird allen voran durch drei starke Pharmaperlen repräsentiert: den Musterdepot-Wert Novo Nordisk sowie Roche und Astrazeneca. Darüber hinaus hat auch der französische Luxusgüterhersteller LVMH einen festen Platz im Index. 

Immer auf die Starken!

DER AKTIONÄR Titan Index ermöglicht es Anlegern, von der Entwicklung von 20 der stärksten Aktien der Welt aus verschiedenen Branchen zu profitieren. 

Der Ruf nach sauberer Energie wird immer lauter. Wasserstoff könnte ein Teil der Lösung sein.

Saubere Energie, explosive Performance - +104,3% seit Auflegung am 05.06.2019

Während viele Firmen noch unter den Auswirkungen der Coronakrise ächzen und die Aktienkurse am Boden liegen, haben viele Player im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen den größten Teil ihrer Verluste wettgemacht. Warum? Fossile Brennstoffe wie Erdöl und Kohle gehen zur Neige und spätestens seit dem VW-Dieselskandal suchen Wissenschaftler nach neuen Wegen, um den Energiehunger der Welt zu stillen. Wasserstoff könnte ein Teil der Lösung sein. Kein Wunder, dass Firmen wie Nel, PowerCell oder ITM Power in den letzten Monaten für jede Menge Furore an der Börse sorgten. Aushängeschild der Branche ist der Wasserstoff-Player Nel aus Norwegen. 

Mit guten News und einer spannenden Produktpipeline sorgte Firmenlenker Jon-Andre Løkke in den letzten Monaten für ein positives Momentum innerhalb der gesamten Branche. Eine gute Figur gab auch die Aktie von PowerCell ab. Für Zukunftsfantasie sorgt die Kooperation mit Bosch. Komplettiert wird der Wasserstoff-Index durch die deutsche SFC Energy, die Brennstoffzellen-Player Plug Power, Ballard Power sowie ITM Power und Cell Impact. Mit Air Liquide und Linde sorgen zwei Schwergewichte unter den Industriegaseherstellern für Stabilität im Index. 

Überflieger

Ausgehend von 100 Punkten zum Start notiert der Index bei 214,88 Punkten. Die Wasserstoff-Bullen sind wieder am Drücker.

Mit dem Save the World Index setzen Anleger auf den Klimaschutz.

Aus Liebe zur Natur - +12,4% seit Auflegung am 14.11.2019

Die Welt droht im Müll zu ersticken. Pro Jahr fallen allein in Deutschland 226 Kilo an Verpackungsmüll an – pro Person! Der Mensch lebt im Überfluss. Und der durch die Coronakrise hochgelobte Onlinehandel befeuert die Verpackungsorgie sogar noch zusätzlich. Warum also nicht auf Firmen setzen, deren Geschäftsmodelle für mehr Klima- und Umweltschutz stehen? Möglich ist das für Anleger mit dem Save the World Index. Der Index setzt sich aus elf Firmen zusammen. Darunter etwa Air Liquide, Andritz, Bloom Energy und First Solar. Mitglieder im Index sind auch Ørsted, der größte Betreiber von Offshore-Windparks weltweit, und Tesla. Der Elektroautopionier lehrt mit seinen Stromern den traditionellen Autoherstellern das Fürchten. Die führende Rolle Teslas im Bereich der Elektroautos, der Batterieproduktion sowie dem wichtigen Thema autonomes Fahren haben der Aktie ein famoses Comeback nach dem Ausverkauf an den Börsen beschert. 

Auch kleinere Player sind im Index enthalten – etwa Corbin aus den Niederlanden. Die Firma produziert Bioplastik aus Zuckerrohr namens Polylactide (PLA). Das Material kann sowohl biologisch abgebaut als auch recycelt werden. Für die Herstellung von einem Kilo PLA werden nur 1,6 Kilo Zucker benötigt und damit weit weniger als bei vielen anderen Biokunststoffen.

Mit gutem Gewissen investieren

Wer beim Thema Klimawandel nicht in Einzelaktien, sondern breit investieren möchte, für den ist der Save the World Index bestens geeignet.

Die fünf Technologie-Riesen aus den USA dürften ihre enorme Marktmacht noch weiter ausbauen.

Die neuen Herrscher - +74,5% Performance seit 01.01.19

Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und Facebook eilten bereits vor der Coronapandemie von einem Erfolg zum nächsten. Doch im Zuge der Lockdowns in vielen Ländern der Welt wird immer klarer: Die „Old Economy“ verliert weiter an Boden, während die „New Economy“ – und dabei allen voran die fünf US-Vorzeigefirmen – immer mächtiger werden. Dementsprechend gut bleiben die Aussichten für den GAFAM Index, in dem die fünf Blue Chips nahezu gleichgewichtet vertreten sind.

Krisengewinner Amazon

Sinnbildlich dafür ist die aktuelle Entwicklung beim Online-Riesen Amazon. Denn während in den USA die Verbraucherausgaben wegen des Coronavirus um rekordverdächtige 16,4 Prozent sanken, profitierte die E-Commerce-Branche deutlich. So verbuchten die Firmen des Sektors zuletzt einen weiteren Erlösanstieg von 8,4 Prozent. Schließlich nutzen – zum Teil bedingt durch Ausgangssperren, zum Teil aufgrund von Sorgen über Ansteckungsgefahren – nun noch mehr Menschen als vorher Onlineshopping. Die Amazon-Aktie notiert daher wenig überraschend nur noch knapp unter ihrem Rekordhoch. Denn als unangefochtener Marktführer in diesem Segment ist Amazon einer der wenigen Gewinner der Krise. Der Bezos-Konzern hatte für das erste Quartal ein Umsatzplus von 26 Prozent auf 76 Milliarden Dollar gemeldet und damit die Erwartungen der Wall Street übertroffen. „Wir haben es hier in typischer Internetmanier mit dem Modell des Winner-takes-most zu tun“, so die Analysten von Bernstein in einer aktuellen Studie. „Amazon kommt mittlerweile auf 40 Prozent des Bruttowarenvolumens in den USA. Die Produktauswahl ist riesig, die Preise sind niedrig, die Lieferung ist zuverlässig.“

Auch bei Microsoft läuft das operative Geschäft weiterhin rund. Die Aktie hat die Kursrückgänge im Zuge des „Corona-Crashs“ mittlerweile wieder nahezu komplett aufgeholt. 

Hingegen dürften die Rezessionen in vielen Volkswirtschaften rund um den Globus dafür sorgen, dass Facebook und die Google-Mutter Alphabet in den kommenden Monaten rückläufige Anzeigenerlöse verbuchen dürften. Doch mittel- bis langfristig bleiben die Aussichten auch für diese beiden in zahlreichen Zukunftsmärkten aktiven Technologie-Riesen weiterhin gut. 

Ebenso sieht es auch bei Apple aus. Der iPhone-Hersteller litt als einer der ersten unter dem Zusammenbruch der Lieferketten und kann nun erst ganz langsam seine Shops wieder öffnen. Dennoch schlug sich die Aktie in einem sehr schwierigen Umfeld sehr wacker.

Vom Megatrend profitieren

Einfacher als mit dem GAFAM Index können Anleger eigentlich nicht von der weltweit fortschreitenden Digitalisierung profitieren. Kaufen!

Gold zählt bereits seit vielen Jahrhunderten zum Inbegriff von Reichtum. So hoch wie derzeit stand der Goldpreis aber nur ganz selten.

Marschrichtung Allzeithoch! - +91,6% Performance seit 01.01.19

Die Muster wiederholen sich: Wieder einmal haben die Anleger rund um den Globus große Sorgen – und wieder einmal flüchten viele Investoren in Gold. Die Anlageklasse beschert den Börsianern derzeit aber weit mehr als lediglich einen sicheren Hafen. Zuletzt konnten bei zahlreichen Goldproduzenten satte Kursgewinne innerhalb kurzer Zeit erzielt werden. Und das Ende der Fahnenstange scheint bei zahlreichen Gold-Aktien noch längst nicht erreicht zu sein.

So notierte etwa die Aktie von Barrick Gold zu Zeiten eines Goldpreises von knapp 1.900 Dollar im Jahr 2011 bei 55,63 Dollar. Zum Vergleich: Aktuell ist ein Anteil des Bergbau-Riesen für etwas mehr als 28 Dollar zu haben – und damit rund 50 Prozent günstiger als vor knapp neun Jahren. Dabei notiert der Goldpreis nur noch weniger als zehn Prozent unter den Höchstständen von 2011. Zwar ist die Zahl der Anteilscheine bei den Kanadiern aktuell natürlich deutlich höher als damals. Doch anders als 2011, als Barrick noch kräftig gehedgt war, profitiert der Konzern von der aktuellen Goldpreis-Rallye nun wesentlich stärker als damals. 

Auch andere aussichtsreiche Goldproduzenten sind derzeit weitaus günstiger zu haben als vor rund einem Jahrzehnt - obwohl sie teilweise viel besser dastehen und über widerstandsfähigere Bilanzen verfügen. 

Ein guter Zeitpunkt zum Einstieg

Neben der Tatsache, dass Gold derzeit als sicherer Hafen gesucht wird und nur noch knapp unter dem Allzeithoch notiert, sprechen noch weitere Gründe für ein Investment im Goldsektor. 

Denn ähnlich wie andere Anlageklassen profitiert auch dieses Segment vom anhaltenden Anlagenotstand angesichts der Geldschwemme durch die Notenbanken rund um den Globus und der niedrigen Zinsen in den weltweit wichtigsten Volkswirtschaften. Dies dürfte nicht zuletzt die Übernahmetätigkeit in der Branche ankurbeln. Schon jetzt wurden aus dem vom AKTIONÄR zusammengestellten Precious Metals Index mit Klondex, Randgold und demnächst Guyana Goldfields einige der „Gründungsmitglieder“ übernommen – gut möglich, dass in den kommenden Wochen und Monaten weitere folgen werden. Darüber hinaus sieht es aus charttechnischer Sicht bei einigen Gold-Aktien aktuell sehr spannend aus. Ein Wert, dem nun der Ausbruch aus einem langjährigen Seitwärtstrend geglückt ist, ist etwa Endeavour Mining.

Für goldene Zeiten wappnen

Anleger haben im Goldsektor regelrecht die Qual der Wahl: Riesen wie etwa Barrick Gold und Newmont oder kleinere spannende Juniorproduzenten? Mit dem Precious Metals Index des AKTIONÄR erhalten Anleger 22 attraktive Gold-Aktien in einem Korb. Da die Aussichten für den Goldpreis und somit für die Produzenten des Edelmetalls gut sind, können Anleger hier weiterhin zugreifen!

Im Vergleich zu den USA steckt die Biotech-Branche in China noch in den Kinderschuhen. Doch die Branche feiert immer mehr Erfolge. Das Aufholpotenzial ist gigantisch.

Top-Chance in China - +46,4% Performance seit 01.01.19

In China schlummert für Pharma- und Biotech-Unternehmen ein immenses Potenzial. Denn von einer flächendeckenden medizinischen Versorgung sind die Asiaten im Vergleich zu den meisten westlichen Industrienationen noch weit entfernt. Anleger sollten dabei auf den AKTIONÄR China Biotech Index setzen.

Chinesen als Partner bevorzugt

Immer mehr westliche Pharma- und Biotech-Gesellschaften setzen in China auf heimische Partner, die mit dem Gesundheitssystem und den regulatorischen Rahmenbedingungen vertraut sind. Bestes Beispiel ist der milliardenschwere Einstieg von Amgen bei Indexmitglied BeiGene. Und auch Zai Lab zieht das Interesse aus Übersee an: Die Gesellschaft zählt beispielsweise mit Incyte, Tesaro (von GlaxoSmithKline geschluckt) oder Novocure hochkarätige US-Biotechs zu den Partnern. 

Teilweise gehören die 15 Mitglieder des AKTIONÄR China Biotech zu den klaren Krisengewinnern. An dieser Stelle darf WuXi Biologics nicht fehlen. Das Unternehmen bietet eine Technologieplattform für die Entwicklung von Biologika an. Das Joint Venture WuXi Vaccines ging erst im Februar eine Partnerschaft mit einem weltweit führenden Impfstoffhersteller ein. Der Vertrag läuft 20 Jahre, der Wert des Deals wird auf drei Milliarden Dollar taxiert.

Auf die Gewinner von morgen setzen

In China befindet sich die Pharma- und Biotech-Branche klar auf dem Vormarsch. Mutige Anleger greifen beim Index beispielsweise mit dem Mini-Future mit der WKN MC6CPP (Hebel 2,0) zu.

5 Top-Biotechs in einem Korb - +56,8% Performance seit 01.01.19

Die Biotech-Branche ist eine der wachstumsstärksten überhaupt. Mit der Coronakrise sind auch Anleger auf den Sektor aufmerksam geworden, die bislang in diesem Bereich noch nicht aktiv waren. Dies und die jüngsten zahlreichen Erfolge nicht nur im Kampf gegen Corona haben dem Sektor zuletzt ordentlich Auftrieb verliehen. Anleger können mit dem VIRICA Index von einer positiven Entwicklung der Branche profitieren.

Starke Pipeline plus Corona-Fantasie

Der Index besteht aus etablierten Größen der Branche: Vertex, Incyte, Regeneron, Ionis und Amgen. Fast alle Unternehmen konnten zuletzt mit positiven News glänzen. Und die Pipelines sind weiter gut gefüllt, um auch in Zukunft für positiven Newsflow zu sorgen. 

Die derzeit größte Position im Index, Regeneron, ist beim Wettrennen um ein Coronamittel gleich mit zwei Projekten am Start. Insgesamt befinden sich derzeit 29 Forschungsprogramme in der klinischen Entwicklung. 

Die Nummer 2 im Index, Vertex, ist extrem stark im Kampf gegen Zystische Fibrose (Mukoviszidose) positioniert. Hier hat das Unternehmen vor einigen Monaten eine Zulassung für eine Dreifachtherapie erhalten. Zudem ist die Gesellschaft auch im Bereich der Gen-Schere stark vertreten.

Starke Branche, hohe Chancen

Anleger, die von den starken Aussichten im Biotech-Sektor profitieren wollen, können beispielsweise mit dem Mini-Long mit der WKN MC6CP5 (Hebel: 2,2) auf den VIRICA Index setzen.

Mit seinen 1,4 Milliarden Menschen ist China einer der wachstumsstärksten und spannendsten Tech-Märkte weltweit.

Gewinne süßsauer - +33,7% Performance seit 01.01.19

Für risikofreudige Anleger hält China mit seiner Vielzahl an klein- und mittelgroßen Unternehmen unzählige attraktive Investmentchancen parat. Der Bilanzskandal um die Kaffeehauskette Luckin Coffee und Short-Attacken auf Highflyer wie GDS Holdings zeigen aber auch: Investoren sollten ihr Kapital keinesfalls nach dem Gießkannenprinzip verteilen. Das Zauberwort heiß: Stock-Picking. Wem das auf Dauer zu zeitintensiv erscheint, ist mit dem WANT Index des AKTIONÄR hervorragend beraten. Der Index besteht lediglich aus vier Einzelunternehmen – Weibo, Alibaba, NetEase, Tencent –, deren Anfangsbuchstaben Pate für den Indexnamen standen. Dennoch bildet er das Freizeit-, Einkaufs- und Kommunikationsverhalten von Hunderten Millionen Chinesen ab.

Vier Firmen – Millionen Kunden

Alleine auf den E-Commerce-Plattformen von Alibaba – Tmall und Taobao – tummeln sich 800 Millionen jährlich aktive Nutzer. Tencent bringt es auf mindestens 600 Millionen Nutzer für QQ und rund eine Milliarde für WeChat und NetEase auf Dutzende Millionen Gamer für die Onlinespiele und – Stand Ende 2019 – auf 800 Millionen registrierte Nutzer für seinen Cloud-Musikdienst. Weibo mit seinen 500 Millionen Kunden, die unter anderem den gleichnamigen Kurznachrichtendienst nutzen, komplettierten das Index-Quartett. 

Richtung Allzeithoch

Tatsächlich müsste die Headline „Gewinne sauersüß“ heißen, denn mit dem Ausbruch der Coronapandemie gerieten chinesische Aktien und damit auch der WANT Index deutlich unter Druck. Bis Mitte März fiel er knapp unter die Marke von 100 Punkten, dann jedoch drehte die Stimmung an den Märkten und die Börsen legten eine furiose Aufwärtsbewegung hin. Dass der WANT Index seit dem Tief um deutlich mehr als 20 Prozent zulegen konnte, dabei den S&P 500 abgehängt hat und jetzt einen Anlauf auf das 2020er-Hoch bei 128 Punkten startet – das Rekordhoch stammt aus dem Jahr 2018 und liegt bei 143 Punkten – hat einen simplen Grund: Alle Indexmitglieder gelten an der Börse mit ihren Geschäftsmodellen gemeinhin als Pandemiegewinner, die von Homeoffice, Quarantäne und Langeweile profitiert haben. Aus Sicht der Anleger besonders interessant: Trotz Kursanstieg sind die Einzelaktien sowohl im internationalen als auch im historischen Vergleich (mit sich selbst) günstig bewertet und bieten damit auch unter fundamentalen Aspekten zusätzliches Kurssteigerungspotenzial.

 Vier gewinnt

Lust auf China-Aktien, aber ohne Rechercheaufwand? Mit dem WANT Index liegen Anleger genau richtig.

Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 22/2020 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.

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