Es ist kein Geheimnis: Mit der Kombination aus KWK-Anlagen, Großwärmepumpen und Spitzenlastaggregaten setzt 2G Energy als Systemanbieter für dezentrale Energielösungen seine Kunden ordentlich unter Strom. Passend dazu hat die Gesellschaft in der vergangenen Woche einen Großauftrag für die dezentrale Stromversorgung von Rechenzentren in den USA erhalten. Die Aktie erreichte nach der zuletzt bereits starken Performance ein Allzeithoch bei 74,05 Euro. Im Hoch notierte die Position im Real-Depot damit vor wenigen Tagen rund 185 Prozent im Plus. Eine Bestandsaufnahme.
Starke Nachrichten bei 2G Energy: Die Bestellung eines nordamerikanischen Kunden, mit dem Stillschweigen vereinbart wurde, umfasst eine große Anzahl containerisierter Kraftwerke inklusive der Inbetriebnahme vor Ort. Der Auftrag stellt für das Unternehmen den größten Einzelauftrag seit Bestehen dar.
„Wir freuen uns über diesen wichtigen strategischen Schritt und das uns entgegengebrachte hohe Kundenvertrauen“, so Vorstand Pablo Hofelich. „2G setzt weiter systematisch auf eine regionale sowie produktseitige Diversifikation, zu der unser Ansatz im Bereich Data-Center und KI ideal passt. Mit über 10.000 installierten Anlagen und unserer hohen Anlagenverfügbarkeit sind wir auch in Zukunft ein gefragter Partner in diesem stark wachsenden Geschäftsfeld.“
Auf Grundlage dieses Großauftrags geht der Vorstand nunmehr davon aus, dass 2G Energy im Geschäftsjahr 2026 mit einem Konzernumsatz von bis zu 490 Millionen Euro den oberen Rand der bisherigen Umsatzprognose (440 bis 490 Millionen Euro) erreichen wird. Dabei werden Maschinenlieferungen vorübergehend eine größere Rolle am Gesamtumsatz spielen. In der Folge wird die Konzern-EBIT-Marge 2026 voraussichtlich nicht am oberen Ende der bisherigen Prognosespanne von 9,5 bis 10,5 Prozent liegen.
Der Auftrag im Geschäftsbereich Data-Center wird im kommenden Jahr ein wesentlicher Wachstumstreiber sein. Da die Mehrzahl der Auslieferungen containerisierter Kraftwerke inklusive der Inbetriebnahme vor Ort im kommenden Jahr erfolgt, erwartet der Vorstand für 2027 ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent auf 570 bis 620 Millionen Euro. Die Profitabilität, gemessen an der Konzern-EBIT-Marge, sollte sich auf über elf Prozent verbessern.
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„Wir sehen diesen Auftrag als klare Anerkennung unserer kontinuierlichen Entwicklungsarbeit“, so CTO Frank Grewe. „Die Kapazitätserweiterung in Heek ermöglicht es uns, Großaufträge auch über eine Serienfertigung effizient abzubilden und gleichzeitig unsere Flexibilität und Kapazität für weitere Kundenprojekte zu erhöhen.“
Ebenfalls interessant ist der letzte Abschnitt der Mitteilung: „2G Energy steht derzeit in Verhandlungen mit weiteren Kunden aus dem Geschäftsbereich Data-Center und erwartet im Laufe der kommenden Monate weitere Aufträge im unteren dreistelligen Megawatt-Bereich.“
Die Tür zum Data-Center-Markt in den USA steht damit weit offen. Der Geschäftsbereich dürfte künftig eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen – und in den kommenden Jahren für nachhaltiges Wachstum sorgen. Zusammen mit den anderen Pfeilen, die die Gesellschaft noch im Köcher hat.
Denn nach der Verabschiedung des deutschen Biomassepakets dürfte 2G Energy mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent von steigenden Investitionen profitieren, was zusätzliche Umsätze ermöglichen könnte. Dies dürfte sich bereits ab dem ersten Halbjahr 2026 im Auftragseingang sowie ab der zweiten Jahreshälfte im Umsatz niederschlagen. Im Zuge der deutschen Kraftwerksstrategie werden zudem zwölf GW an regelbarer Leistung ausgeschrieben, wovon insbesondere kleinere, flexible Gasmotorenlösungen profitieren sollten. Erste Aufträge werden hier für die zweite Jahreshälfte erwartet, mit Umsatzbeiträgen ab 2027. Auch im Wärmepumpenmarkt sieht sich das Unternehmen auf Kurs: Nach ersten Aufträgen über rund zehn Millionen Euro im Jahr 2025 wird ein Anstieg auf etwa 40 Millionen Euro innerhalb von zwei Jahren angestrebt, unterstützt durch die kommunale Wärmeplanung. Den größten Hebel stellen nun aber die Rechenzentren dar.
Analysten haben den Bleistift gespitzt und die Kursziele hoch gesetzt: Warburg Research sieht die Papiere nun erst bei 80 Euro fair bewertet, das Bankhaus Metzler bei 74 Euro und First Berlin bei 73 Euro.
Im Real-Depot wurde frühzeitig auf diese Entwicklung hingewiesen. Die erste Position wurde bereits im Frühjahr 2025 zu 24,90 Euro eröffnet, im Herbst 2025 wurden weitere Stücke zu 27,55 Euro zugekauft. Die Geduld macht sich bezahlt. Die gesamte Position liegt mittlerweile rund 158 Prozent im Plus, in der Spitze nach dem Großauftrag waren es bereits 185 Prozent. Ob bei einem Teil der mittlerweile sehr großen Position erste Gewinne realisiert werden, wird kurzfristig entschieden. Ansonsten heißt es vorerst: Gewinne laufen lassen!
Hier warten die nächsten "Hundertprozenter"
Das Gute für Sie: Die nächsten potenziellen Gewinner wurden bereits identifiziert – und sollen nun nach und nach ins Real-Depot, dem Börsendienst für heimische Small- und Mid-Caps, aufgenommen werden. Das heißt für Sie: Jetzt einsteigen und von Anfang an profitieren!
Heute, 13:25