SAP baut sein KI-Geschäft weiter aus. Der Walldorfer Softwarekonzern übernimmt TechWolf, einen auf Künstliche Intelligenz spezialisierten Anbieter für sogenannte Work Intelligence. Mit der Übernahme will SAP seine Personalsoftware SuccessFactors stärker mit KI-gestützter Analyse und Planung verknüpfen.
- SAP übernimmt den KI-Spezialisten TechWolf.
- Die Technologie soll SAPs KI-Assistenten intelligenter und effizienter machen.
- Die SAP-Aktie ist ein Kauf.
TechWolf entwickelt eine Plattform, die Unternehmen dabei hilft, die Tätigkeiten und Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu erfassen. Dafür wertet die Software Daten aus bestehenden HR- und Geschäftssystemen aus und bildet sie in einem sogenannten „Context Graph for Work“ ab. Erfasst werden unter anderem konkrete Aufgaben, vorhandene Fähigkeiten sowie Entwicklungen am Arbeitsmarkt.
Für SAP ist das vor allem mit Blick auf den weiteren Ausbau seiner KI-Plattform relevant. TechWolf soll künftig ein intelligenter Kern des SuccessFactors-Portfolios werden. Die Technologie soll unter anderem dabei helfen, Personalbedarf zu planen, Mitarbeiter gezielter weiterzubilden und interne Wechsel zu organisieren.
Auch der KI-Assistent Joule soll von der Technologie profitieren. Laut SAP schafft der Context Graph eine Datengrundlage für KI-Agenten, die etwa bei der Auswahl geeigneter Mitarbeiter, der Personalplanung oder der Neugestaltung von Arbeitsplätzen eingesetzt werden können. Gleichzeitig soll die Technologie den Einsatz von KI-Agenten effizienter und damit kostengünstiger machen.
Kein unbekannter Name
SAP und TechWolf arbeiten bereits zusammen. Nach Abschluss der Transaktion sollen beide Unternehmen neue KI-Produkte zur Optimierung von Personal und Fähigkeiten entwickeln. TechWolf soll dabei als eigenständige Gesellschaft unter CEO Andreas De Neve mit Sitz in Gent weitergeführt werden. Die Plattform soll auch Kunden außerhalb des SAP-Ökosystems zur Verfügung stehen.
Die Übernahme soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Voraussetzung sind unter anderem die üblichen behördlichen Genehmigungen. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben.
Der Rollout von KI dürfte sich SAP langfristig bezahlt machen. DER AKTIONÄR hat die SAP-Aktie erst in Ausgabe 35/2026 neu zum Kauf empfohlen. Seither hat das Papier bereits leicht zugelegt, für einen Einstieg ist es jedoch noch nicht zu spät.
Heute, 14:26
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