Rheinmetall gibt erneut Gas: Rekordhoch in Reichweite

Rheinmetall gibt erneut Gas: Rekordhoch in Reichweite
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Marion Schlegel 18.03.2022, 08:25 Marion Schlegel

Die Aktie von Rheinmetall hat bereits am Donnerstag ordentlich Gas gegeben. Und auch am Freitagmorgen geht es weiter nach oben. Das Papier gewinnt auf der Handelsplattform Tradegate 1,5 Prozent auf 166,35 Euro. Mit einem fast verdoppelten Kurs seit Jahresbeginn ist Rheinmetall mittlerweile klar der beste Wert im MDAX.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine halten das Interesse der Anleger an Rheinmetall hoch. Ende Februar war der Aktienkurs sprunghaft gestiegen und hatte im Zuge geplanter Milliarden-Investitionen der Bundeswehr Anfang März bereits ein Rekordniveau erreicht. Am Donnerstag startete das Papier nach Zahlen und Aussagen zum Ausblick zunächst noch schwächer. Im Laufe des Tages nahm der Kurs aber wieder Fahrt auf. Zunächst hieß es, das avisierte Umsatzplus liege im Rahmen der Erwartungen und dies gelte auch für die angestrebte Marge.

Mit Militär-Lastwagen und Munition für die Bundeswehr will der größte deutsche Rüstungskonzern schon in diesem Jahr kräftig Kasse machen. Mit Blick auf die Folgen des Ukraine-Kriegs sagte Firmenchef Armin Papperger am Donnerstag in Düsseldorf, dass er 2022 im Vergleich zum Vorjahr bei militärischen Gütern mit einem Umsatzplus von 20 Prozent rechne. Vor Kriegsbeginn hatte der Manager nur 10 Prozent erwartet. Die Bundesregierung will 100 Milliarden Euro als Investitionspaket bereitstellen und den laufenden Verteidigungshaushalt aufstocken.

Der Rüstungskonzern hat kräftige Wachstumsjahre hinter sich, in denen das Auslandsgeschäft der Motor war. Als Beispiele für den Stellenwert des Geschäfts mit anderen Staaten berichtete Firmenchef Armin Papperge von einem sich anbahnenden Munitionsvertrag mit Ungarn, der 800 Millionen Euro einbringen soll, und von einer 120 Millionen Euro schweren Transportpanzer-Order aus Großbritannien. In den kommenden Tagen werde Australien zudem einen Auftrag zum Schützenpanzer Lynx verkünden, sagte der Manager und bezifferte dessen Geschäftspotenzial auf vier Milliarden Euro. "Wir haben ein beschleunigtes Wachstum, und das werden wir jetzt relativ schnell sehen."

Die Beispiele verdeutlichen, dass Rheinmetalls Geschäft dank der Auslandsnachfrage ohnehin brummt – jetzt kommt der Ukraine-Effekt als zusätzlicher Nachfrageschub hinzu.

Die Aktie von Rheinmetall hat die jüngste Verschnaufpause schon wieder beendet und den Weg nach oben eingeschlagen. Damit nimmt das Papier wieder Kurs auf das jüngst bei 180,00 Euro Markierte Rekordhoch. Das vom AKTIONÄR platzierte Abstauberlimit bei 135,00 Euro wurde vor Kurzem auf Xetra erreicht. Investierte Anleger bleiben weiter an Bord.

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