02.01.2019 Michel Doepke

PowerCell: Nächster Auftrag nach Bosch-Deal – wann platzt endlich der Knoten?

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POWERCELL SWEDEN ...
Trendthema

PowerCell kann an den positiven Newsflow der letzten Wochen anknüpfen. Nach dem angekündigten Deal mit dem Zulieferer Bosch haben die Schweden nun einen international tätigen Baumaschinenhersteller mit einem Forschungsinstitut ins Boot geholt. Das Ziel: Wissen über Antriebsstränge von Baumaschinen zu sammeln, die mit Brennstoffzellen und Wasserstoff elektrifiziert wurden. Die Meldung von PowerCell findet im schwachen Markt Anklang, rund sieben Prozent geht es für die Papiere nach oben.

Neuer Markt für PowerCell-Produkte

Strengere Emissionsvorschriften betreffen nicht nur Busse und Kraftfahrzeuge in den Städten. Auch Baumaschinen, die häufig mit Dieselmotoren betrieben werden, tragen zu dicker Luft in den Ballungsräumen bei. PowerCell-CEO Wassén kommentiert: "Bei bestimmten Größen und Arten von schweren Geräten ist die Energiedichte der heutigen Batterien in Bezug auf Laufzeit und Leistung nicht einmal annähernd den Anforderungen gewachsen." Der Vorstandsvorsitzende sieht die Lösung des Problems mit dem Antrieb per Brennstoffzelle. Im Rahmen der Vereinbarung mit dem Baumaschinenhersteller sollen zwei MS-100-Brennstoffzellensysteme zum Einsatz kommen. Ein spannendes Projekt!

Aktie hängt (noch) fest

Die PowerCell-Aktie braucht eine Initialzündung – vielleicht bringt Nikola Motor den Knoten zum Platzen. Denn die PowerCell-Technologie kommt durchaus als "Herz" der Brennstoffzellen-Trucks des Start-ups infrage. DER AKTIONÄR hat bereits auf potenzielle Aufträge spekuliert.

Hochspekulative Depotbeimischung

Dass unter anderem Bosch mit PowerCell zusammenarbeiten will, ist ein Indiz für ein hervorragendes technologisches Know-how, das die Schweden zu bieten haben. Dennoch: Der Brennstoffzellen-Player eignet sich nur für risikoaffine Anleger mit Stopp bei 2,90 Euro.