PepsiCo legt gemischte Q2-Zahlen vor. Ein starkes internationales Geschäft hievt den Umsatz über die Analystenerwartungen. In Nordamerika bremsen Inflation und hohe Benzinpreise den Konsum spürbar aus. Trotz des US-Gegenwinds hält der Getränkeriese an der Jahresprognose fest.
• Umsatz schlägt Erwartungen, Gewinn verfehlt knapp.
• Nordamerika-Geschäft schwächelt wegen Inflation.
• Jahresprognose bleibt trotz Gegenwind bestehen.
PepsiCo meldet gemischte Ergebnisse für das zweite Quartal. Der Gesamtumsatz übertrifft mit 24,18 Milliarden Dollar die Schätzungen der Wall Street. Das organische Wachstum blieb mit einem Plus von 2,4 Prozent jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie verfehlt die Prognosen mit 2,20 Dollar haarscharf. Der operative Kerngewinn kletterte um vier Prozent auf gut vier Milliarden Dollar.
In Nordamerika sparen die Verbraucher wegen der Inflation und hoher Benzinpreise. PepsiCo senkte deshalb die Preise für mittelgroße Packungen von Marken wie Lay's oder Doritos um bis zu 15 Prozent, um Kunden zurückzugewinnen. Das stabilisierte zwar den Absatz, drückte den Umsatz im nordamerikanischen Lebensmittelgeschäft jedoch um zwei Prozent. Die Rabatte fressen das Wachstum auf. In der dortigen Getränkesparte sank das Absatzvolumen um vier Prozent.
Das internationale Geschäft rettet die Bilanz. Weltweit stiegen die Absatzmengen bei Lebensmitteln um drei Prozent. Bei den Getränken steht ein Plus von zwei Prozent. Die starke Nachfrage außerhalb der USA gleicht die Schwäche auf dem Heimatmarkt aus.
Das Management bleibt für das Gesamtjahr optimistisch. PepsiCo bestätigt die bisherige Prognose. Der organische Umsatz soll um zwei bis vier Prozent wachsen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll währungsbereinigt um vier bis sechs Prozent steigen. Finanzchef Steve Schmitt rechnet mit einer schrittweisen Besserung in Nordamerika im weiteren Jahresverlauf.
Die kurzfristigen Herausforderungen in Nordamerika sind sichtbar. Die Aktie reagiert vorbörslich mit einem Abschlag von rund einem Prozent. PepsiCo bleibt für langfristig orientierte Dividendenjäger weiterhin ein attraktives Investment mit einer Rendite von über vier Prozent. Das starke internationale Geschäft und die Preissetzungsmacht stabilisieren den Konzern. Anleger können die derzeitige Kursschwäche zum Einstieg nutzen.
FAQs zu PepsiCo
Welche Produkte vertreibt PepsiCo?
Neben der bekannten Cola vertreibt das Unternehmen viele andere Getränke wie Limonaden (7up, Mirinda) oder Eistees (Lipton). Das Sortiment umfasst auch Chips (Doritos, Lay's) und Frühstücksflocken (Quaker Oats). Mit 23 verschiedenen Produkten erzielt der Konzern jeweils Jahresumsätze von mindestens einer Milliarde US-Dollar.
Wie sicher ist die Dividende bei PepsiCo?
Dank seiner breiten Aufstellung ist PepsiCo einer der sichersten Dividendenzahler der Welt.
Steigt die Dividende bei PepsiCo?
Das Unternehmen hat seit dem Jahr 1972 jedes Jahr die Dividende erhöht. PepsiCo ist damit nicht nur ein Dividenden-Aristokrat (Dividendenerhöhungen über mindestens 25 Jahre), sondern einer der ganz wenigen Dividendenkönige (mindestens 50 Jahre ununterbrochene Anhebungen).
Heute, 13:30