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Ottobock weiter schwach: Klage im Zusammenhang mit Russlandgeschäft – die Details

Ottobock weiter schwach: Klage im Zusammenhang mit Russlandgeschäft – die Details
Foto: HELMUT FOHRINGER/APA/picturedesk/picture alliance/dpa
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Marion Schlegel Heute, 10:01 Marion Schlegel
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Die Aktie des deutschen Prothesenherstellers Ottobock kommt einfach nicht in Schwung. Sie notiert weiter deutlich unter ihrem Ausgabepreis zum IPO im vergangenen Jahr von 66 Euro. Und nun droht auch noch rechtlicher Ärger. Ottobock sieht sich mit einer Prospekthaftungsklage konfrontiert.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kritisiert die Angaben zum Russlandgeschäft im Wertpapierprospekt des Prothesenherstellers aus Duderstadt. Die Aktionärsvereinigung bezweifelt, dass der Prospekt ein vollständiges Bild der Aktivitäten in Russland vermittelt. Das Landgericht Göttingen prüft nun, welches Gericht für das Verfahren zuständig ist. Die DSW führt die Klage nach eigenen Angaben über eines ihrer Mitglieder.

Im Zentrum stehen unter anderem staatliche Beschaffungsstrukturen in Russland und die Rolle des russischen Sozialversicherungsfonds. Die DSW greift zudem die wiederholte Aussage Ottobocks auf, wonach der Konzern keine Geschäfte mit dem russischen Militär mache. Das Verfahren soll für Klarheit sorgen. Ottobock weist die Vorwürfe zurück. Die Klageschrift liege bislang nicht vor, teilte das Unternehmen mit.

Ottobock (WKN: BCK222)

Zugleich bekräftigte der Konzern uneingeschränkt die Integrität seines Wertpapierprospekts und aller weiteren Kapitalmarktveröffentlichungen. Die BaFin hatte den Prospekt im Oktober gebilligt. Ottobock war Anfang Oktober 2025 an die Börse gegangen. Seither hatten der Prospekt und das Russlandgeschäft wiederholt für Kritik gesorgt; der Aktienkurs war dadurch belastet worden. Das Unternehmen wies die Vorwürfe stets zurück.

Bei Ottobock fehlen derzeit klar die positiven Impulse. DER AKTIONÄR fehlen dementsprechend die Argumente für eine Kaufempfehlung. Anleger bleiben außen vor. Im SDAX gibt DER AKTIONÄR im Gesundheitssektor ganz klar Schott Pharma den Vorzug. Die Aktie entwickelt sich derzeit stark. Anleger lassen hier die Gewinne laufen.

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