Sie war über längere Zeit eine regelrecht gefeierte Dividendenperle, eine Gesetzesänderung in Norwegen sorgte dann aber im September 2022 für einen deutlichen Kursrutsch. In den vergangenen Jahren dümpelte die Akte des weltgrößten Lachsproduzenten Mowi dann seitwärts. Nimmt der Kurs nun wieder Fahrt auf?
In dieser Woche meldete das Unternehmen immerhin Rekordzahlen: Mowi hat im zweiten Quartal 1,60 Milliarden Euro eingenommen – so viel wie in keinem Quartal der Firmenhistorie. Vom Geschäft blieben 231 Millionen Euro übrig, bevor Zinsen und Steuern abgezogen werden. Das sind 23 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ebenfalls stark: Die Produktion stieg um 13 Prozent, die Kosten verringerten sich um 26 Millionen Euro und die Preise kletterten um sechs Prozent.
Ein Punkt spricht dabei für die Mowi: Mehr Lachs geht kaum noch. Wer in Norwegen oder Chile Fischzucht betreiben will, braucht eine staatliche Genehmigung, und die sind vergeben und ausgereizt. Branchenbeobachter erwarten deshalb für den Rest dieses Jahres kein Mengenwachstum mehr und für 2027 höchstens zwei Prozent. Zudem gibt es diverse Risiken für die globale Lachsproduktion: In Chile droht etwa das Wetterphänomen El Niño, das warmes Wasser bringt und den Fischen beziehungsweise der gesamten dort tätigen Lachsindustrie deutlich zusetzen könnte. Zieht die Nachfrage wieder an und hält das Angebot nicht mit, dürften die Lachspreise wieder anziehen.
DER AKTIONÄR bleibt für die Mowi-Anteile zuversichtlich gestimmt. Das Unternehmen ist breit und strategisch clever aufgestellt. Darüber hinaus ist die Bewertung moderat und die Dividendenrendite mit knapp vier Prozent immer noch attraktiv. Ein rascher Kursanstieg deutet sich zwar nicht an, wer aber bereits investiert ist, bleibt an Bord. Der Stoppkurs kann bei 15,00 Euro belassen werden.
Heute, 14:08
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